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Sie ist Schriftstellerin, Bloggerin, Journalistin und Moderatorin, die Rede ist von Ronja von Rönne. Unter anderem schrieb sie für Die Welt, betreibt den  Blog Sudelheft, und veröffentlichte 2016 ihren Debütroman „Wir kommen“. Ihre eigene depressive Erkrankung thematisierte sie in ihrem neuen Roman „Ende in Sicht“, der bei DTV erschienen ist. Der dreht sich um zwei depressive Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, und doch beide den gleichen Wunsch haben, ihr Leben zu beenden.

Hella, 69, will sterben. In der Schweiz, in einem Krankenhaus. Also macht sie sich auf den Weg. Diese letzte Fahrt wird ihr alter Passat schon noch schaffen. Doch kaum auf der Autobahn, fällt etwas Schweres auf die Motorhaube ihres Wagens. Juli, 15, wollte sich von der Autobahnbrücke in den Tod stürzen. Jetzt ist sie nur leicht verletzt – und steigt zu Hella ins Auto. Zwei Frauen mit dem Wunsch zu sterben – doch wollen sie zusammen noch, was ihnen einzeln als letzte Möglichkeit erschien? Tieftraurig, elegant und lakonisch erzählt Ronja von Rönne von zwei Frauen, denen der Tod als letzter Ausweg erscheint: ein unvorhersehbares, dramatisches, unangemessen komisches Lesevergnügen.

Wow, das Buch „Ende in Sicht“ ist wirklich ein Brett. Die Geschichte berührt, rührt zu Tränen, um dann wieder ganz humorvoll einen besonderen Roadtrip zu schildern. Wen diese Geschichte kalt lässt, muss tatsächlich ein Herz aus Eis haben. Selten hat mich eine Story so beeindruckt, fast umgehauen, wie diese. Und als Leser fiebert man mit Hella und Juli regelrecht mit und hofft inständig, dass beide genug Gründe finden, um weiterleben zu können. Ronja von Rönne schreibt fantastisch und es wird dem Leser klar, dass die weiß, worüber sie hier schreibt. Das macht das Ganze noch beeindruckender. Toller Roman, unbedingt lesen.


Hardcover / DTV / 256 Seiten / € 22.-