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Amir Hassan Cheheltan ist ein persischer Ingenieur und Schriftsteller. Er studierte Elektrotechnik in Großbritannien und begann in den frühen 70er Jahren zu schreiben. Mit „Am stummen Fenster“ schaffte er 1979 den Durchbruch. Neben Büchern verfasste er auch Essays und Drehbücher. Sein neuer Roman „Eine Liebe in Kairo“ ist als deutsche Ausgabe bei C.H. Beck erschienen.

Als der iranische Botschafter in Ägypten 1947 seinen Dienst antritt, muss er zwei Aufgaben lösen: Er soll Fausia, die Schwester des ägyptischen Königs, zur Rückkehr in den Iran bewegen, wo sie seit 1939 mit Schah Mohammed Reza Pahlevi verheiratet ist. Sie ist aus der unglücklichen Ehe zurück in ihre Heimat geflohen. Und er soll dafür sorgen, dass der Leichnam des in Südafrika verstorbenen Vaters Schah Rezas in den Iran überführt wird. Während sich der Botschafter in Kairo an die Erfüllung seiner Aufträge macht, verliebt er sich in Sakineh, die Frau eines indischen Philosophieprofessors in der ägyptischen Metropole.

„Eine Liebe in Kairo“ war das erste Buch eines iranischen Autors, das mir in die Hände gefallen ist. Und ich bin so begeistert. Nicht nur fesselt die Liebesgeschichte zwischen Sakineh und dem Botschafter, sondern vor allem die Beschreibung der Epoche, der Schauplätze, wo die Story spielt. Und der Leser bekommt einen Eindruck davon wie etwas so selbstverständliches wie die Liebe zwischen zwei Menschen doch so kompliziert sein kann und warum die Region bis heute nicht wirklich zur Ruhe gekommen ist. Amir Hassan Cheheltan hat einen wunderbaren Schreibstil, beim Lesen fühlt man sich fast vor Ort. Kann ich nur weiterempfehlen, es lohnt sich.

Hardcover / C.H. Beck / 380 Seiten / € 25.-