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Vor ziemlich genau einem Jahr verstarb der iranisch-deutsche Schriftsteller Said. Der kam als Siebzehnjähriger nach München und studierte Politikwissenschaft. Nach dem Sturz des Schahs kehrte er in den Iran zurück, doch die Theokratie der Mullahs ließ ihn wieder nach Deutschland zurückkehren. Hier wurde er für seine Lyrik und Prosa bekannt. In seinem Nachlass fand sich der Roman „Ein vibrierendes Kind“, in dem Said seine eigene Kindheit im Iran beschrieben hat. Das Buch ist bei C.H. Beck erschienen.

Noch während der Schwangerschaft seiner Mutter, die damals erst vierzehn Jahre alt war, trennten sich die Eltern des 1947 in Teheran geborenen Schriftstellers SAID, der später sein Zuhause in Deutschland und seine literarische Heimat in der deutschen Sprache fand. Bis 1965 lebte SAID im Iran, in der Fürsorge seines Vaters, der Großmutter, von Tanten und Gefährtinnen seines Vaters, eines Offiziers der persischen Armee.

In „Ein vibrierendes Kind“ erzählt der iranisch-deutsche Autor Said von seiner eigenen Kindheit und Jugend im Iran in den Jahren 1947 bis 1965. Neben der berührenden Geschichte, die man auch als Hommage an seinen Vater interpretieren kann, zeigt das Buch auch eindrucksvoll das Leben im Iran in dieser Zeit. Der leider im vergangenen Jahr verstorbene Said hatte einen einmaligen Schreibstil, den man hier noch ein letztes Mal in einem neuen Buch genießen kann. Eine ebenso bewegende wie traurige Geschichte, vor allem, wenn er sich von seinem Heimatland wie auch von seinem Vater, beide wird er niemals wiedersehen, verabschieden muss. Unbedingt lesen.

Hardcover / C.H. Beck / 272 Seiten / € 23.-