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In Florenz betreibt Elena Molini die „Piccola Farmacia Letteraria“, mit der sie dem Prinzip der Bibliotherapie folgt: Hier werden Bücher nach den individuellen Bedürfnissen der Kunden verordnet. Und die Kunden suchen Medizin für ihre Seele. Elena Molini kennt die Wirkung und auch die Nebenwirkung jedes Buches. Mit „Die kleine literarische Apotheke“ hat sie ihren ersten eigenen Roman veröffentlicht.

Blu hat gerade ihre Buchhandlung in Florenz eröffnet, doch das Geschäft läuft schleppend an. Erst nach dem Besuch eines ebenso charismatischen wie geheimnisvollen Kunden hat Blu eine Eingebung: Alle Besucher ihres Ladens suchen dringend Rat. Was tun gegen Liebeskummer, Einsamkeit und Stress? Ganz einfach: Lies ein Buch! Bücher sind Medizin. Und genau so verordnet Blu sie ab jetzt – inklusive Anwendungsgebiet und Dosierungsanleitung. Doch wer war der mysteriöse Mann, der Blu die rettende Idee eingab? Sie macht sich auf die Suche und begegnet dabei immer wieder hilfsbereiten Fremden, die ihr auf sonderbare Weise bekannt vorkommen…

Welche Wirkung hat ein Buch auf den Leser? Das kommt natürlich ganz auf das Buch an. So gibt es Bücher, die machen wütend, andere entspannen und beruhigen, wieder andere machen fröhlich, andere traurig und wieder andere sorgen für Spannung. Wenn ich einen langen Tag hatte, dann freue ich mich auf meine Couch und ein entspannendes Buch, am Wochenende dann am liebsten Thriller oder auch Horror. Berührende Geschichten gehen bei mir eigentlich immer, genau so wie Sachbücher. Aber da ist natürlich jeder Mensch anders. Was wäre, wenn es eine Apotheke gäbe, die statt Pillen einfach Bücher verschreibt? Darum dreht sich dieses Buch, und so ähnlich wird es wohl auch in der realen Buchhandlung der Autorin ablaufen, die ich furchtbar gern einmal besuchen würde. Eine wunderschöne Geschichte, in der sich so mancher Leser durchaus wiederfinden könnte. Kann ich nur weiterempfehlen, sicher auch eine nette Geschenkidee.

Taschenbuch / Diana / 384 Seiten / € 11.-