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Seit jeher faszinieren die Geschichten über die Wikinger die Menschen. Mal mehr, mal weniger historisch korrekt, fesselten Bücher und Filme die Leser und Zuschauer. Und nicht zuletzt durch die TV-Serie „Vikings“ ist das Interesse an der Thematik in den letzten Jahren wieder gestiegen. Doch sind die ganzen Geschichten wahr? Wie sieht das alles im archäologischen Kontext aus? Antworten darauf gibt das Buch „Die Wikinger“, das vor Kurzem im Verlag WBG erschienen ist. Matthias Toplak gewährt hier einen völlig neuen Blick in die Welt der Wikinger.

Die Wikinger gelten als wilde, barbarische Seekrieger, die im Mittelalter aus Skandinavien über die Dörfer und Städte Europas hereinbrachen. Sie raubten der Bevölkerung ihren Besitz und plünderten Kirchen und Klöster. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Dieses reich bebilderte Sachbuch stellt tausend Jahre alte Mythen und Geschichten auf den Prüfstand und erweitert unsere Vorstellung von den gefürchteten Nordmännern um spannende Facetten.
In den Überlieferungen christlicher Mönche werden die Wikinger als heidnische Gegenspieler zur Christenheit verteufelt. Dieses ideologisch gefärbte und keineswegs objektive Bild prägt bis heute die öffentliche Wahrnehmung. Neue archäologische Ausgrabungen und genetische Analysen sprechen eine andere Sprache. Hier offenbart sich eine Kultur mit komplexen religiösen Vorstellungen, einem elaborierten Kunstverständnis und einer faszinierenden Mythen- und Sagenwelt.

Das Buch „Die Wikinger“ zeigt einen archäologischen Blick auf die Welt der Nordmänner vom achten bis zum elften Jahrhundert. Dabei wird aufgezeigt, wieviel Wahrheit in den überlieferten Raubzügen, etwa nach Britannien, steckt. Welche Waffen, Schiffe und Technik verwendeten die Wikinger, welche Rollen spielten Frauen und Kinder, Bauern und Sklaven in der Kultur? Auf all das liefert das hochinteressante Buch antworten und kommt mit rund 120 Abbildungen daher, die viel zum Verständnis der Welt der Wikinger beitragen. Wer sich auch nur ein wenig für dieses Volk interessiert, kommt mit diesem Buch auf seine Kosten. Sehr zu empfehlen.

Hardcover / WBG Verlag / 136 Seiten / € 28.-