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Mi-Ae Seo stammt aus Korea und lebt in Seoul. In ihrer Heimat sind ihre Thriller regelmäßig in den Bestsellerlisten zu finden. Daneben arbeitet sie auch als Drehbuchautorin. Ihr neuestes Werk ist „Der rote Apfel“. In dem Buch geht es um einen Serienmörder, der Seoul unsicher macht. Das Buch wurde in mehrere Länder verkauft und auch eine Verfilmung ist bereits in Planung. Der Heyne Verlag hat „Der rote Apfel“ als Taschenbich veröffentlicht.

Seoul, Gegenwart: Ein perfider Serienmörder hat die Stadt monatelang in Atem gehalten. Jetzt ist Lee Byongdo, der Killer mit dem zarten Gesicht, gefasst worden und wird in einer Psychiatrie verwahrt. Doch Lee schweigt. Es gibt nur einen Menschen, mit dem er bereit ist zu reden: mit der jungen Psychologin Sonkyong. Allerdings nur unter der Bedingung, dass sie ihm bei jedem Besuch einen saftigen roten Apfel mitbringt. Niemand weiß, warum er Sonkyong gewählt hat, denn beide sind sich nie begegnet. Die junge Frau willigt in das Treffen ein - ohne zu ahnen, dass sie damit einen Weg beschreitet, der sie in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele führt ...

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bislang noch kein Buch einer koreanischen Schriftstellerin, oder eines Autors, gelesen habe. Das hat sich mit „Der rote Apfel“ nun geändert. Und das Buch macht da tatsächlich Lust auf mehr. Die Geschichte weiß von Beginn an zu fesseln und lässt den Leser bis zum Schluss nicht mehr los. Ein Serienkiller redet mit einer Psychologin, das erinnert ohne Zweifel an „Das Schweigen der Lämmer“, auch wenn dort die Voraussetzungen andere waren. Und auch hier erfährt der Leser von der Psychologin fast ebenso viel wie vom Täter. Keine leichte Kost und an den Schreibstil mit einigen Perspektivwechseln musste ich mich auch erst gewöhnen, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich hoffe, wir bekommen hier in Deutschland noch viel mehr von Mi-Ae Seo zu lesen.

Taschenbuch / Heyne / 352 Seiten / € 12,99