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Im Jahr 1939 erschien der Kriminalroman „Der große Schlaf“ von Raymond Chandler. Für die Geschichte nutzte Chandler den Inhalt seiner eigenen Kurzgeschichten und verschmolz diese zu einer komplexen Story. Das Buch gilt heute nicht nur als Begründer der hardboiled Storys sondern auch als Klassiker der Literatur. Zweimal wurde „Der große Schlaf“ verfilmt, wobei die Rolle des Privatdetektivs Philip Marlowe einmal von Humphrey Bogart und einmal von Robert Mitchum verkörpert wurde. „Der große Schlaf“ ist als Taschenbuch bei Diogenes erschienen.

General Sternwood ist steinalt, steinreich und hat zwei schöne, wilde Töchter. Die aufreizende Carmen wird erpresst, und Privatdetektiv Philip Marlowe soll die Sache aus der Welt schaffen. Auch ihre Schwester, die kühle Vivian, hat etwas zu verbergen. Auf Marlowes Weg häufen sich auf einmal Leichen und spärlich bekleidete Frauen.

Zum achtzigjährigen Jubiläum des Buches „Der große Schlaf“ hat Frank Heibert eine neue Übersetzung angefertigt und der Geschichte eine moderne Sprache verpasst, was dem Buch sehr gut getan hat. Die Geschichte ist spannend und kann auch heute noch fesseln. Chandler hat seine Figuren und deren Taten sehr realistisch dargestellt und wie es im wirklichen Leben nun mal so ist, wird auch hier nicht alles aufgelöst. Als das Buch zum ersten Mal verfilmt wurde, wollte der Regisseur Howard Hawks von Chandler wissen, wer den Chauffeur ermordet hätte, aber der Autor antwortete nur, dass er selbst keine Ahnung hätte. Die Geschichte war für ihn nicht so wichtig wie seine Figuren und ihr Handeln. Großartiges Buch, dass man einfach immer wieder lesen kann.

Taschenbuch / Diogenes / 304 Seiten / € 9,99