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Der deutsche Journalist und Schriftsteller Jan Weiler war schon während seiner Schulzeit für eine Tageszeitung als freier Mitarbeiter tätig. Später wurde er Werbetexter und schließlich Chefredakteur des SZ-Magazins. Sein Buch „Maria, ihm schmeckt's nicht“ wurde ein großer Erfolg. Thematisch in eine ähnliche Richtung geht sein neues Buch „Der Markisenmann“, das bei Heyne erschienen ist.

Was wissen wir schon über unsere Eltern? Meistens viel weniger, als wir denken. Und manchmal gar nichts. Die fünfzehnjährige Kim hat ihren Vater noch nie gesehen, als sie von ihrer Mutter über die Sommerferien zu ihm abgeschoben wird. Der fremde Mann erweist sich auf Anhieb nicht nur als ziemlich seltsam, sondern auch als der erfolgloseste Vertreter der Welt. Aber als sie ihm hilft, seine fürchterlichen Markisen im knallharten Haustürgeschäft zu verkaufen, verändert sich das Leben von Vater und Tochter für immer.

Ein fünfzehnjähriges Mädchen kommt zu ihrem Vater, den sie vorher noch nie gesehen hat. Da ist Chaos vorprogrammiert. Doch die Begegnung ist für beide wegweisend. Wie kann ein Roman gleichzeitig so ans Herz gehen und dennoch so erfrischend witzig sein? Wieder einmal hat Jan Weiler einen großartigen Roman vorgelegt, bei dem die Lektüre das reinste Vergnügen ist. Und meiner Meinung nach ist das sein bislang bester. Schon das Cover mit dem hässlichen Markisenmuster, dass mich an meine Kindheit in den 70er Jahren erinnert, herrlich. Unbedingt lesen.

Hardcover / Heyne / 336 Seiten / € 22.-