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Catalin Dorian Florescu, geboren in Rumänien, ist ein Schweizer Schriftsteller und Psychologe. Von  1995 bis 2001 arbeitete er als Psychotherapeut in einem Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige. Seit Dezember 2001 ist er freier Schriftsteller, 2003 wurde er mit dem Anna Seghers Preis ausgezeichnet. Sein neuer Roman „Der Feuerturm“ ist bei C.H. Beck erschienen.

Als er 1892 errichtet wird, ist der Feuerturm von Bukarest das höchste Gebäude der Stadt. 1989, beim Aufstand gegen die kommunistische Diktatur, ist er es längst nicht mehr, aber er war Zeuge eines ereignisreichen Jahrhunderts. Victor Stoica, dessen Familie seit Generationen Feuerwehrmänner stellt und beim Turm lebt, ist der erste, der mit dieser Tradition bricht. Aber sein Leben, das von einem tückischen Verrat gebrandmarkt ist, steht doch ganz im Zeichen des Turms. Victor, Opfer der Repression, der durch die Hölle gehen musste, erlebt 1989 wider Erwarten, dass es doch möglich ist, auf Freiheit und Glück zu hoffen.

In „Der Feuerturm“ schildert Catalin Dorian Florescu ein ganzes Jahrhundert in Bukarest, von der Errichtung des Titel gebenden Turms bis hin zur Revolution 1989, als Demonstrationen, Unruhen und Kämpfe erst mit dem Ende des politischen Systems und schließlich mit der Hinrichtung des Diktators Ceaucescu und seiner Frau endeten. Und so schwer das Leben der Figur Victor Stoika bis dahin war, lässt ihn die neue erlangte Freiheit dann doch wieder Hoffnung schöpfen. Ein großartiger Roman, eine bewegende Geschichte, die durchaus einige Parallelen zu aktuellen Ereignissen aufweist. Für mich war es der erste Roman von Florescu, den ich gelesen habe, ich werde aber ganz sicher noch einige nachholen. Unbedingt lesen.

Hardcover / C.H. Beck / 358 Seiten / € 25.-