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Kaum zu glauben, schon mit sechs Jahren schrieb  T.J. Klune seine erste Geschichte, zum Videospiel „Super Metroid“. Später arbeitete er dann erstmal als Schadensregulierer bei einer Versicherung, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Sein Roman „Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte“ wurde international zum Bestseller. Für seine Darstellung queerer Figuren wurde Klune mit dem Lambda Literary Award ausgezeichnet. Sein neues Buch „Das unglaubliche Leben des Wallace Price“ ist bei Heyne erschienen.

Der erfolgsverwöhnte Anwalt Wallace Price kennt nur drei Dinge: Arbeit, Arbeit und noch mal Arbeit. Es kommt ihm daher äußerst ungelegen, als er eines Tages tot umfällt und in der Zwischenwelt landet. Dort erwartet ihn der Wächter Hugo, der Wallace auf seine Reise ins Jenseits vorbereiten soll. Doch Wallace ist noch nicht bereit, und so wird ihm Zeit gewährt, um seine Angelegenheiten zu ordnen. Zeit, in der Wallace den wahren Sinn des Lebens entdeckt. Und die Liebe findet ...

Stell dir vor, du bist tot und es gäbe noch so viel zu  tun. Wallace Price passiert genau das. Vor lauter Arbeit liegt bei ihm so einiges im Argen, was ihm mehr oder weniger erst einfällt, als er tot umfällt und in der Welt zwischen unserer und dem Jenseits landet. Hugo, der dort der Wächter ist, zeigt Verständnis und gewährt ihm eine gewisse Zeit unter den Lebenden, um seine Dinge zu ordnen. Und genau jetzt verliebt sich Wallace und beginnt, das Leben, das er eigentlich gar nicht mehr hat, zu genießen. Ein herrliches Buch, das uns mahnt, auch das Leben zu genießen, denn um es vollends mit Arbeit zu füllen, ist es einfach zu kurz und irgendwann ist es auch zu spät, um das Ruder herumzureißen. T.J. Klune schreibt so unterhaltsam, dass es schwer fällt, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen. Sehr zu empfehlen.

Taschenbuch / Heyne / 480 Seiten / € 16.-