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Die Zeichnerin und Kupferstecherin Elizabeth Blackwell lebte mit Mann und Kind in London. Die junge Familie war verschuldet und der Mann kam daraufhin ins Gefängnis. Um aus der wirtschaftlichen Misere zu entkommen legte Blackwell einige ihrer Zeichnungen dem britischen Mediziner und Forscher Hans Sloane vor, der sie beauftragte, ein Verzeichnis für Ärzte und Apotheker wichtiger Pflanzen zu erstellen. 1737 bis 1739 erschien das Werk in zwei Bänden und wurde ein großer Erfolg. Ein Nachdruck des imposanten Werkes ist nun im WBG Verlag erschienen.

Das Herbarium Blackwellianum (1750-1773) ist eines der bedeutendsten Illustrationswerke der Botanik. Es handelt sich um die zweite, überarbeitete und erweiterte Übersetzung des berühmten Kräuterbuchs ›A Curious Herbal‹ (1737-1739) von Elizabeth Blackwell. Die Faksimile-Ausgabe basiert auf dem Exemplar der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg und zeigt erstmals sämtliche Pflanzendarstellungen in hochwertigen Reproduktionen.

In der Einleitung erzählt Dominic Olariu die abenteuerliche Lebensgeschichte der Blumenmalerin Elizabeth Blackwell, die innovative Kräuterbilder zeichnete und verkaufte, um ihren bankrotten Ehemann aus dem Schuldturm auszulösen.

Ich liebe alte Fachbücher, egal zu welchem Thema, aber so ein episches Werk wie das Herbarium Blackwellanum habe ich bislang noch nicht in den Händen halten dürfen. Neben Informationen über die Autorin Elizabeth Blackwell gibt es den kompletten Nachdruck des Werkes und beeindruckt auf jeder Seite. Neben den wunderschönen Zeichnungen der Kräuter und Heilpflanzen gibt es die Bezeichnungen in verschiedenen Sprachen. Seinerzeit war es ein Standardwerk für Ärzte und Apotheker, wer mal einen Blick in das Buch wirft, versteht warum. Ich werde das Buch noch sehr oft zur Hand nehmen, einfach, um darin zu blättern und die wunderschönen Zeichnungen zu genießen. Und für die kommenden Festtage eignet es sich auch prima als Geschenk für jeden Naturliebhaber.

Hardcover in Leinen / WBG Verlag / 420 Seiten / € 120.- (ab 01.02.21 € 150.-)