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Die Schriftstellerin Jessica Bab Bonde hat sich mit dem Illustrator Peter Bergting zusammengetan, um einen Comic zu machen, der Titel: „Bald sind wir wieder zu Hause“. Darin schildern die Überlebenden des Nazi-Regimes Tobias, Selma, Elisabeth, Emmerich, Susanna und Livia ihre Kindheit, die von den Greueltaten der Nazis geprägt war. Die Interviews, die mit ihnen geführt wurden, setzten die beiden als Geschichten in Comicform um. „Bald sind wir wieder zu Hause“ ist bei Cross Cult erschienen.

Enteignet, von ihren Angehörigen getrennt und ihrer Menschenwürde beraubt, durchlebten sie die Angst und Verfolgung im Ghetto. Sie erlitten die Entmenschlichung, den Hunger und die Entkräftung in den Konzentrationslagern und waren Zeugen des industriellen Massenmordes in den Vernichtungslagern.

Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus sind wieder zu großen Problemen in Europa geworden. Und während Spinner demonstrieren, weil das Tragen einer Maske sie glauben lässt, dass das ihre Menschenrechte und ihre Freiheit einschränken würde, erzählen die Geschichten dieser Überlebenden, was der Verlust von Menschenrechten wirklich heißt. Das ist erschreckend, das ist beklemmend, das ist wichtig. Denn es ist von großer Bedeutung immer wieder daran zu erinnern, was damals passiert ist, damit sich so etwas niemals wiederholt. Ohne Zweifel der wichtigste Comic der letzten Jahre. Unbedingt ansehen.

Hardcover / Cross Cult / 104 Seiten / € 20.-