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Im Jahr 1964 erschien mit „Der Kampf der Häuptlinge“ der siebte Band der Abenteuer von Asterix, in der ersten Veröffentlichung im Magazin Pilote. Geschrieben von René Goscinny und gezeichnet von Albert Uderzo. Kurioserweise ist es bei den deutschen Veröffentlichungen der vierte Band. Im Jahr 1989 wurde das Album unter dem Titel „Asterix – Operation Hinkelstein“ verfilmt. 2001 kam der Band auf münchnerisch unter dem Titel „Ozabfd is!“ heraus. Nun steht mit „Et Baasjezänks“ der Band als fünfte Ausgabe von Asterix op Kölsch in den Läden, als Hardcover. Für die Übersetzung in den Kölner Dialekt waren Vera Kettenbach, Hella von Sinnen und Cornelia Scheel verantwortlich. „Et Baasjezänks“ ist bei Egmont Ehapa erschienen.

Vera Kettenbach wurde in Köln-Kalk mit Rheinwasser getauft. Zur Schule ging sie in Bonn, wo sie auch studierte. 1991 kehrte sie nach Köln zurück und arbeitet nach zehn Jahren als Redakteurin bei Print-Medien seit 2002 für den WDR. Dazu war sie unter anderem für die Band „Höhner“ tätig. Cornelia, Maria, Barbara, Elionore Scheel erblickte im Jahr 1963 n. Chr. in Monachium das Licht der Welt. Seit 1983 n. Chr. lebt sie in dem schönen Colonia Agrippinensis und arbeitet dort als Künstlermanagerin, Autorin und ehrenamtliche Vorsitzende des Mildred-Scheel-Förderkreises innerhalb der Deutschen Krebshilfe. Hella von Sinnen hat am 2.2.1959 in Gummersbach das erste Mal laut gekräht. Seit 1977 ist sie Bürgerin der Domstadt. Sie ist ASTERIX Fanin der ersten Stunde und hat sich riesig gefreut, für die Übersetzung eines ihrer Lieblingsbände erneut in die Bilder und Blasen der verstorbenen Genies einzutauchen. Nach "Asterix als Legionär", op kölsch "Asterix kütt nohm Kommiss", hat sich das Kölsche Mundart-Autorinnen-Dreigestirn Kettenbach-Scheel-VonSinnen das Asterix-Album "Kampf der Häuptlinge" vorgeknöpft und in kölsche Mundart übertragen. "Et Baas-Jezänks" heißt der jecke Spaß op Kölsch. Dat darf nit wohr sin!

Ich als Grenzgänger zwischen Münsterland und Ruhrpott hatte einige Schwierigkeiten mit dem kölner Dialekt in „Et Baasjezänks“, das muss ich zugeben, aber da ich den Band ja kenne, gab es keinerlei Verständigungsprobleme. Vielmehr finde ich es klasse, dass eine Karnevalshochburg wie Köln in dieser schweren Zeit mit diesem Band ein kleines Trostpflaster bekommt. Und so findet sich in der Übersetzung auch die eine oder andere Anspielung auf den Kölner Karneval. Die drei für die Übersetzung verantwortlichen Damen haben großartige Arbeit geleistet. Kann ich nur weiterempfehlen, auch wenn man des Kölschen nicht so mächtig ist.

Hardcover / Egmont Ehapa / 48 Seiten / € 14.-