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Elizabeth Hinton aus Ann Arbor, Michigan, ist Professorin für Geschichte und African American Studies an der Yale University. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt bei der Diskriminierung und Ungleichheit in den Vereinigten Staaten. Mit ihrem ersten, von Kritikern gefeierten Buch „From the War on Poverty to the War on Crime“ wurde sie zu einer einflussreichen Stimme gegen den Rassismus in ihrem Heimatland. Sie ist Aktivistin gegen die Todesstrafe und setzt sich für Reformen in der Polizei und der Justiz ein. Ihr neues Buch „America on Fire“ ist bei Blessing erschienen.

Der Protest gegen strukturellen Rassismus gehört nicht erst seit der Black-Lives-Matter-Bewegung, seit den Toden von Breonna Taylor, George Floyd und vielen anderen zum alltäglichen Straßenbild in den USA. Er ist, wie die Historikerin Elizabeth Hinton in ihrem Buch nachweist, auch nicht als jeweils spontaner Ausbruch von verzweifelter Wut und Gewalt zu verstehen.

Mit erzählerischer Wucht und anhand erstmals erschlossener Quellen vollzieht »America on Fire« nach, wie die Rebellion Schwarzer Communitys seit den 1960er-Jahren nahezu ununterbrochen gegen ein System gewaltsamer Unterdrückung ankämpft.

Man muss sich das mal vorstellen, seit den 60er Jahren, oder eben seit sechs Jahrzehnten, kämpfen Bürgerrechtler in den USA gegen Rassismus und für die gleiche Behandlung von Menschen aller Hautfarben. Und trotzdem ist sowohl bei der Polizei als auch bei vielen Bürgern Rassismus immer noch in den Köpfen, was viel zu oft zu schrecklichen Ereignissen führt. Und wer immer noch nicht den Sinn hinter der Black Lives Matter Bewegung verstanden hat, sollte dieses Buch lesen, wie auch jeder, der zu den Ursprüngen mehr wissen möchte. Ein Buch, das berührt, das den Leser verärgert über Dinge die in den USA geschehen sind und immer noch geschehen, und den Leser an Ereignisse in Deutschland erinnert, die gar nicht so unähnlich sind. Unbedingt lesen.

Hardcover / Blessing Verlag / 496 Seiten / € 26.-