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13. November, endlich hat das Warten ein Ende. Das zweite Add On zu WoW ist da.

Das Spiel ist installiert, man hat die Warteschlange, um online zu kommen, überwunden und nun steht der Charakter da, am neuen Hafen von Sturmwind und wartet auf das Schiff, dass ihn nach Nordend bringen soll, den kalten, gefährlichen Kontinent. Dann trifft der Dampfer ein und die Reise kann losgehen. Kurz vor dem Ziel sieht man schon Eisschollen, auf denen sich Pinguine versammelt haben, und dann ist man endlich da.


Wrath of the Lich King ist nach The Burning Crusade das zweite Add On zum Spiel World of Warcraft. Es gibt einen komplett neuen Kontinent, Nordend. Dort gibt es zwei Startgebiete, die man ab einem Level von 68 bereisen kann. Da wäre einmal die Boreanische Tundra, zu erreichen über den Hafen von Sturmwind und als weiteres der heulende Fjord, den man per Schiff von Menethil aus erreicht. Hat man es dann bis nach Nordend geschafft, kann man direkt Quests einsammeln, oder auch erstmal zum Lehrer gehen, um seine Berufe weiter zu erlernen. Denn es wurde nicht nur die Levelhöhe von 70 auf 80 angehoben, sondern auch die Berufe und anderen Fähigkeiten können nun bis auf 450 Skillpunkte ausgebaut werden. Auf die Großmeister in den verschiedenen Berufen warten tolle Rezepte und Baupläne, so können sich versierte Schneider einen fliegenden Teppich knüpfen und damit die Welt von oben erkunden, Ingenieure bauen sich gar einen Chopper. Natürlich dienen die Berufe auch dazu, Gold zu verdienen, um dieses wieder loszuwerden, gibt es in Nordend auch viele Möglichkeiten.


Quests gibt es wie Sand am Meer, die meisten davon haben eine tolle Story, es lohnt sich, die dazugehörigen Texte zu lesen und immer mehr von der Geschichte zu erfahren. Natürlich wurden wieder zahlreiche Gags mit eingebaut, so muss man in einer Mission im Eiswasser einen gewissen Käptn I.Glu töten. Oder man rettet Tiere aus Fallen im Auftrag der Schutzorganisation DEHTA. Manche Questreihen führen in epische Schlachten wie dem Kampf in Unterstadt gegen die Geissel. In anderen Missionen steuert man Kampfwagen, fliegt und kämpft in Luftschlachten mit Drachen oder wirft Bomben von einem Zeppelin ab. Hat man alle Quests einer Gegend erledigt oder ist vom Level weit genug aufgestiegen, erhält man meist den Auftrag, sich im nächsten Areal zu melden.

Je schwieriger die Aufträge werden, um so höher fallen die Belohnungen aus, EPs, Gold und Ausrüstung bzw Waffen. Also alles wie gehabt. Für Gruppen gibt es natürlich auch wieder eine Menge neuer Instanzen für 5 bis 25 Spieler. Auch hier variiert der Schwierigkeitsgrad beträchtlich. Wer sich lieber auf eine Schlacht gegen andere Spieler einlassen möchte, sollte mal den Strand der Uralten besuchen, ein neues PvP Gebiet.


Viele Neuerungen, Skills der einzelnen Klassen z.B. oder auch der Friseur wurden ja schon mit dem letzten Path vor der Erweiterung eingeführt, so dass man seinen Charakter schon auf die neuen Aufgaben vorbereiten konnte.


Eine weitere Neueinführung, die Wrath of the Lich King mit sich bringt, ist die sogenannte Heldenklasse. Hat man bereits einen beliebigen Charakter auf die Stufe 55 gebracht, kann man sich einen Todesritter erstellen, einen von der Geissel wiedererweckten Kämpfer, der nun auf der Seite des Bösen steht. Ein Todesritter fängt direkt mit dem Level 55 an und hat sein eigenes Startgebiet. Die Questreihe dort ist wirklich finster geraten, so muss man Bauern töten, Dörfer niederbrennen usw. Am Ende der Questreihe wartet die große Entscheidungsschlacht an der Kapelle des hoffnungsvollen Lichts, wo die Geissel unterliegt und die Todesritter geläutert werden und fortan für das Gute kämpfen. Hat man die Questreihe erfolgreich hinter sich gebracht, steht man auf Level 58, kann also direkt in der Scherbenwelt questen, und verfügt über eine klasse Ausrüstung. Nun geht man in seine Hauptstadt, wo man allerdings nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird, es hagelt Eier und faules Obst, Vertrauen muss erst wieder aufgebaut werden.

Der Todesritter ist eine Art Krieger mit magischen Fähigkeiten, so kann er Gegner mit Krankheiten schwächen und Tote wieder beleben und eine Zeit lang für sich kämpfen lassen.

Das macht jede Menge Spass und macht das Leveln ziemlich einfach.


Fazit:

Monatelang habe ich auf dieses Add On gewartet und Blizzard hat mich nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Verglichen mit der ersten Erweiterung, The Burning Crusade, ist Wrath of the Lich King in allen Belangen besser. Schöne Gegenden, aufregende Quests, viele neue Möglichkeiten, seinen Charakter weiterzuskillen, spannende Instanzen in verschiedenen Schwierigkeiten und der Todesritter. Die Grafik ist hübsch, kein High End, aber dafür auch auf älteren PCs ohne Ruckeln lauffähig. Bei 11 Millionen Spielern weltweit sicher die richtige Entscheidung. Der Soundtrack ist auch wieder klasse geworden, ebenso die vielen verschiedenen Stimmen, auch wenn die Todesritter ein wenig an Darth Vader erinnern.

Wichtig zu wissen wäre noch, dass natürlich das Hauptspiel benötigt wird, sowie die erste Erweiterung. Und unter einem Level von 55 (Todesritter) bzw 68 für Nordend, kann man mit Lich King eigentlich nichts anfangen. Also können WoW Einsteiger mit dem kauf noch warten. Alle anderen schlagen sowieso zu.

Mir macht Wrath of the Lich King unglaublich viel Spass und ich werde noch viele Monate in Nordend verbringen.


+ hunderte neuer Quests, Berufsskills usw

+ tolle Atmosphäre

+ neue Klasse Todesritter

+ toller, passender Soundtrack