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Das Online-Satiremagazin „Der Postillon“, betrieben von Stefan Sichermann, exisitiert seit 2008. Täglich werden Meldungen im Stil von Zeitungsartikeln geliefert, die oft aktuelle Nachrichten persiflieren. Schon einige Male wurden die satirischen Artikel für bare Münze genommen, darunter vom Fernsehsender MDR und von der Politikerin Beatrix von Storch. Ausgezeichnet wurde „Der Postillon“ unter anderem mit dem Grimme Online Award. Im Riva Verlag ist nun das Buch „Der Postillon – Das noch bessere Beste aus über 170 Jahren“ erschienen.

Der Postillon begeistert als einer der erfolgreichsten deutschen Blogs täglich Tausende Leser. Allein die Facebook-Seite des Postillon hat mittlerlerweile weit über 2 Millionen Fans – und damit mehr als der Facebook-Auftritt von Bild.de.
Das lang ersehnte neue Buch Das noch bessere Beste aus über 170 Jahren versammelt jetzt die besten und beliebtesten Artikel der letzten zwei Jahre.
9 von 10 Buchrückseiten wenig informativ
Berlin (dpo) – Das dürfte vielen Lesern nicht gefallen: Laut einer neuen Studie des Instituts für Verlagswesen und Druck (IVD) sind neun von zehn Buchrückseiten nur wenig informativ. Wer ernsthaft in Erwägung zieht, einen dort abgedruckten Text zu lesen, kann seine Zeit demnach oft sinnvoller verwenden.
„Ich will nicht sagen, dass jeder, der zunächst auf die Rückseite eines Buches schaut, um einen Eindruck von dem Werk zu erhalten, ein Idiot ist“, erklärt IVD-Präsident Mirko Schmidt-Rüter, der mit seinem Team in einem Zeitraum von drei Jahren mehr als 6000 Buchrückseiten analysierte. „Aber der wirkliche Nutzen geht quasi gegen null.“ Oft müssten sich Leser durch sinnlose Absätze quälen, die in keinem Zusammenhang zu dem eigentlichen Buch stünden. „Warum dort trotzdem oft unnötig abschweifende Texte stehen, ist mir bis heute ein Rätsel. Es bringt ja niemandem wirklich etwas.“
Für Lesefreunde, die sich unsicher sind, ob sie sich einen solchen Text wirklich zu Gemüte führen wollen, findet der Experte deutliche Worte: „Ich will nicht unhöflich sein, aber hören Sie am besten sofort damit auf, die Rückseite des Buches anzustarren, und kaufen Sie das Ding, verdammt noch mal!“

Wer den Postillon nicht kennt, hat die Welt verpennt. Die Artikel des Satiremagazins sind immer witzig, manchmal ein wenig böse, aber nie wirklich unter der Gürtellinie. Und im Buch mit einem Best-of der Artikel zu schmökern, macht einfach Spaß und man ertappt sich immer wieder dabei, lautstark loszulachen. Tolles Buch und sicher auch eine nette Geschenkidee.

Softcover / Riva Verlag / 192 Seiten / € 16,99

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