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Die britische Softwareschmiede Rebellion wurde im Jahr 1992 gegründet. Zu den ersten Spielen der Entwickler aus Oxford gehörte „Alien vs Predator“ für den Atari Jaguar. Im Jahr 2005 kam mit „Sniper Elite: Berlin 1945“ ein Shooter heraus, der sich auf Scharfschützenaktionen konzentrierte. Sieben Jahre später folgte „Sniper Elite V2“ für PC, Xbox 360 und PS3. Bevor im vergangenen Jahr „Sniper Elite 3“ erschien, wurden zwei Episoden zu „Sniper Elite: Zombie Army“ für den PC veröffentlicht. Nun ist das Episoden-Trio komplett und als „Zombie Army Trilogy“ für PC und Konsolen veröffentlicht worden. Wir haben uns auf die Zombie-Hatz begeben.


Wir befinden uns im Jahr 1945 kurz vor dem Ende des zweiten Weltkrieges. Deutschland ist am Ende und von allen Seiten drängen die Alliierten in das Land. Um die endgültige Niederlage zu verhindern aktiviert Hitler Plan Z, der eine gigantische Armee von Untoten erweckt, die nun ganz Deutschland unsicher machen. Dummerweise hat Hitler nicht bedacht, dass er die Armee zwar erwecken, aber nicht kontrollieren kann. Einige Elite-Soldaten haben nun die Aufgabe, die Horden von Zombies aufzuhalten. Und so macht sich der Spieler auf den Weg nach Berlin.


Was sich wie die Handlung eines Trash-Splatterstreifens liest, ist die Handlung eines Trash-Splattershooters. Das Spiel kann solo oder mit Mitstreitern angegangen werden. Neben der Kampagne, bei der direkt zum Start alle Kapitel freigeschaltet sind, gibt es den Spielmodus „Horde“. Hier gilt es Welle um Welle an Angreifern auszuschalten. Allein ist das Spiel auch auf dem leichtesten der verschiedenen Schwierigkeitsgrade schwer.


Zu Beginn des Spiels kann sich der Spieler einen Charakter aussuchen. Verschiedene Nationalitäten mit unterschiedlichen Hintergrundgeschichten stehen zur Wahl. Außer eben dieser Geschichte und anderem Aussehen gibt es aber keine Unterschiede im Spiel. Danach steht die Ausrüstung auf dem Spiel. Hauptwaffe ist ein zeitgenössisches Scharfschützengewehr. Zweitwaffe ist entweder eine Maschinenpistole oder eine Flinte. Zu guter Letzt gesellt sich eine Pistole zum Schusswaffentrio. Aber das ist noch nicht alles, es können auch Handgranaten, Minen, Sprengfallen und Dynamit ausgerüstet werden.


Dann geht es in den Kampf. Zunächst tauchen die Zombies noch vereinzelt auf und lassen sich leicht aus weiterer Entfernung ausschalten. Später werden es immer mehr und da bewährt sich auch der Sprengstoff. Sitzt ein Schuss aus großer Entfernung perfekt, wird die X-Ray Kamera aktiviert, die der Kugel folgt und in Zeitlupe den fatalen Schaden zeigt, den sie beim Opfer anrichtet. Und so geht es im ganzen Spiel weiter. Im Prinzip werden tausende von Zombies erledigt. Zwischen den Kapiteln gibt es kleine Storyhäppchen. Verschnaufpausen gibt es nur in den Tresorräumen, wo man auch Waffen wechseln und aufmunitionieren kann. Wer dem Spiel einen anderen Look verpassen möchte, kann den Wochenschau-Modus aktivieren und in schwarz/weiß spielen.


Wer eine tiefgründige Story erwartet, ist hier so falsch wie in einem Film von Michael Bay. Wer endlose Action mag und für sein Leben gern Zombies schnetzelt, der kommt hier aber so was von auf seine Kosten. Mir hat das Spiel großen Spaß gemacht, als alter Zombie-Fanatiker. Die Grafik ist schick, der Sound hört sich gut an und der Soundtrack sorgt zudem für die passende Atmosphäre. Und auch im Team macht „Zombie Army Trilogy“ Laune. 


Bert Werner