Nextgengamers net
Games, Movies and more
 
 
 


Warhammer startete 1983 als Tabletop Game und konnte schnell eine große Fangemeinde aufbauen. Drei Jahre später kam das Spiel als Pen & Paper Rollenspiel-Variante heraus. Seit 1992 werden auch regelmäßig Computer- und Videospiele für die jeweils aktuellen Systeme veröffentlicht. Mal als Strategie-, mal als Rollenspiel. Selbst Exoten wie Nokias N-Gage kamen in den Genuss eigener Umsetzungen. Im Oktober 2015 veröffentlichte das schwedische Entwicklerteam Fatshark das Spiel „Warhammer: End Times – Vermintide“ für den PC. Diesmal kam das Spiel in Form eines Ego-Shooters daher. Rund ein Jahr später wurde das Spiel auch für die Konsolen Xbox One und PS4 umgesetzt.

Ort der Handlung ist die Stadt Übersreik samt Umland. Eigentlich ein netter Ort, würde nicht gerade eine Invasion der Skaven stattfinden. Skaven sind mutierte Rattenmenschen, die es auf die Menschen abgesehen haben. Eine Heldengruppe stellt sich der Übermacht dieser Monster entgegen. Da wäre Victor Saltzbrand, ein Hexenjäger, Kerillian, eine Waldläuferin der Elfen, der Zwergen-Grenzläufer Bardin Goreksson, Sienna Fuegonasus, einer Feuermagierin und der Feldwaibel Markus Kruber. Ihr Hauptquartier liegt in der Taverne „Zum Roten Mond“.

Wer schon einmal „Left 4 Dead“ gespielt hat, findet sich im Spielprinzip von „Warhammer End Times – Vermintide“ sofort zurecht. Bis zu vier Spieler suchen sich aus den fünf Helden einen aus, wobei jeder Charakter nur einmal in der Gruppe vorkommen darf, und gemeinsam werden verschiedene Quests erfüllt. Dabei versuchen Horden von Skaven die Gruppe an der Erfüllung ihrer Aufträge zu hindern. Nicht vorhandene Mitspieler werden durch den Computer ersetzt, was aber besonders in den höheren Schwierigkeitsgraden ein deutlicher Nachteil ist.

Die fünf Helden kommen mit völlig verschiedenen Eigenschaften daher. Der Zwerg kann mit der Armbrust aus der Distanz angreifen, ist aber auch Nahkämpfen mit seiner Axt nicht abgeneigt. Als Elfe geht es mit zwei Dolchen in den Nahkampf, wirkungsvoller ist sie aber auf Entfernung mit ihrem Bogen. Spektakulär sind die Feuerbälle der Magierin, noch wuchtiger werden ihre Angriffe mit aufgeladenem Stab. Alle Figuren haben ihre Vor- und Nachteile und machen einfach Spaß.

Die Umsetzung für die Xbox One ist gut gelungen, die Steuerung mit dem Pad geht nach kurzer Eingewöhnung gut von der Hand. Die Grafik zeigt einen herrlich düsteren Ort und fiese Monster, all das schau richtig gut aus. Der Sound allerdings, vor allem bei den unzähligen Kämpfen hätte weitaus wuchtiger ausfallen müssen. Ansonsten ist „Warhammer End Times – Vermintide“ ein netter Coop-Schnetzler, den man am Besten mit drei menschlichen Mitstreitern angehen sollte.