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Wrestling als Videospiel gibt es schon seit Tagen des Atari VCS und des Commodore 64. Wurde damals noch mit Pixel-Recken gekämpft, sehen die heutigen virtuellen Kämpfer ihren realen Ebenbildern manchmal schon zum Verwechseln ähnlich. Vor ein paar Jahren hat 2K Sports die WWE-Lizenz vom insolventen Publisher THQ übernommen und bringt nun jährlich ein neues Spiel auf dem Markt. Seit einigen Wochen steht „WWE 2K16“ in den Läden, mit Stone Cold Steve Austin auf dem Cover. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Sicher, das eigentliche Spielprinzip der WWE-Games ist vom Grunde her immer gleich geblieben. Der Spieler bastelt sich im Editor seinen eigenen Nachwuchs-Wrestler und lässt ihn auf die etablierten Stars los und übernimmt einen der bekannten Namen und zieht mit ihm in den Ring. Dazu gesellen sich verschiedene Spielmodi wie einzelne Matches, PPVs oder auch Multiplayer-Schlachten. Daher lautet die große Frage „was gibt’s neues?“. Eine der größten und meiner Meinung auch interessantesten Neuerungen in WWE 2K16 sind die Abwehraktionen, die sogenannten Revearsals. Waren sie bislang uneingeschränkt anwendbar, ist die Anzahl dieser Konter nun begrenzt, was eine völlig neue taktische Komponente ins Spiel bringt.

Auch der Pin des Gegners wurde geändert. Mit erlittenem Schaden ist es nun deutlich schwieriger, dem Haltegriff zu entkommen, es sei denn man hat einen kleinen Joker parat. Der kommt in Form eines nicht eingesetzten Finishers und lässt dem Spieler dem Pinfall entkommen. Neu dabei sind auch Haltegriffe, die zum einen den Gegner schwächen und zum anderen dem Spieler etwas Energie zurückgeben.

Ansonsten gibt es wieder eine große Auswahl an Spielmodi. So etwa den 2K-Showcase mit Cover-Athlet Steve Austin. Hier kann der Spieler die Karriere des Wrestler nachspielen, samt Filmszenen und legendären Matches. Und in diesen hat der Spieler jeweils bestimmte Aufgaben, um diese Kämpfe ähnlich zu gestalten, wie sie tatsächlich stattgefunden haben. Hersztück des Spiels ist abermals der Karrieremodus. In einem umfangreichen Editor bastelt sich der Spieler einen Wrestler zurecht. Der zieht dann zunächst ins Trainingslager und startet dann in der Nachwuchshow der WWE, NXT. Ist er hier erfolgreich, geht es in die wöchentlichen Shows und schließlich in die ersten PPVs. Dazu gesellt sich auch wieder die eine oder andere Storyline.

Daneben gibt es einzelne Matches in allen erdenlichen Varianten, vom simplen eins gegen eins, über Leiter-Matches bis zu Käfig-Duellen. Hier stehen mehr als 100 aktuelle und ehemalige Stars der WWE zur Auswahl. Und auch für Freunde von Multiplayer-Ringschlachten ist gesorgt. An der heimischen Konsole können bis zu vier Freunde gleichzeitig in den Ring klettern. Auch online kann gegen andere Spieler angetreten werden.

„WWE 2K16“ bringt sinnvolle Verbesserungen, behält aber so ziemlich alles bei, was auch bei der letztjährigen Ausgabe schon richtig gut war. Allerdings hätte die Grafik durchaus ein wenig besser ausfallen dürfen, da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Am genialen Sound, der guten Steuerung und den vielen Spielmodi gibt es absolut nichts auszusetzen.