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Es ist schon eine Weile her, als das Rennspiel „V-Rally“ das Licht der Videospielwelt erblickte. Das war 1997 und das Spiel erschien für die Playstation und wurde später für den PC, Nintendo 64 und den Game Boy Color umgesetzt. Zwei Jahre später kam „V-Rally 2“ in die Läden, neben der Playstation gab es auch Versionen für PC und Segas Dreamcast. Im Jahr 2002 wurde „V-Rally 3“ veröffentlicht. Dann wurde es ruhig um die beliebte Rennspielreihe, bis zum vergangenen Monat, denn da wurde „V-Rally 4“ veröffentlicht. Wir haben uns auf der Xbox One auf die Pisten gewagt.


Nach einem kleinen Filmchen begrüsst uns unsere Agentin und bringt uns die Grundlagen des Spiels näher. Es folgt eine Probefahrt. Allerdings noch nicht in einer hochgezüchteten Rennmaschine, sondern in einem VW Polo. Je nachdem, wie man sich schlägt, richtet das Spiel die Voreinstellungen und Spielehilfen ein. Diese kann man natürlich später auch selbst anpassen, aber die Auswahl trifft schon ungefähr auf das Können des jeweiligen Spielers zu.

Und schon bei den ersten Rennen fällt einem die wunderschöne Grafik auf, die optisch mit den drei Vorgängern nichts mehr zu tun hat. Und egal, wo auf der Welt man auf das Gaspedal tritt, es gibt überall Unmengen an Details zu bewundern, sofern man mal den Blick von der Strecke nehmen kann. Auch die Fahrzeuge sehen klasse aus, nur in der Cockpit-Ansicht muss man hier einige Abstriche machen, das wäre sicher auch detailreicher gegangen.

Herzstück ist auch hier wieder mal der Karrieremodus, der ein wenig mehr verlangt, als von Rennen zu Rennen zu hetzen. So muss ein funktionierendes Team zusammengestellt werden. Während besagte Agentin die Rennen organisiert, sorgen Mechaniker dafür, dass das Auto in Bestzustand ist, während die Ingenieure die Fahrzeuge weiterentwickeln.

Seine Bestzeiten kann man natürlich auch online mit anderen messen. Auch damit lässt sich neben den Rennen Geld verdienen, womit man wiederum sein Team bezahlen muss. Von dem übrigen Geld kann man sich beim Händler mit neuen Boliden eindecken, Tuning-Teile beschaffen oder per Editor eine neue Lackierung erstellen.

Die Steuerung geht je nach Fahrzeug mal besser, mal nicht so gut von der Hand. Auch das Verhalten der Fahrzeuge mutet mitunter seltsam an. Vor allem auf verschiedenen Untergründen wie Sand, Schnee oder Asphalt sind die Unterschiede einfach viel zu gering.

Für viel Abwechslung sorgen hingegen die verschiedenen Disziplinen der Rennserie, die von Rallyecross über Bergrennen und Buggyraces bis hin zu klassischen Rallys reichen. Und auch online kann man gegen andere Spieler antreten, allerdings sind diese nicht sehr leicht zu finden.

„V-Rally 4“ ist ein Rennspiel mit viel Licht und ein wenig Schatten. Die Rennen machen Laune und werden in toller Grafik und entsprechendem Sound präsentiert. Jedoch muss man hier auch ein paar Kröten schlucken, denn es gibt kaum spürbare Unterschiede, wenn man auf Asphalt oder Schnee fährt. Dafür sorgen die verschiedenen Disziplinen für viel Abwechslung und der Karrieremodus wird nicht so schnell langweilig. Online finden sich kaum genug Mitspieler für ein Rennen. „V-Rally 4“ ist ein gutes Spiel, das Genre hat allerdings auch Besseres zu bieten.