Mit „Titanfall“ hat Electronic Arts 2014 frischen Wind in das Shooter-Genre gebracht. Der Shooter, exklusiv für die beiden Microsoft-Konsolen veröffentlicht, kam sowohl bei der Presse, als auch bei den Spielern sehr gut an. Schon kurz nach Release wurden erste Gerüchte über eine Fortsetzung laut. Diese ist nun Ende Oktober für die Xbox One, PS4 und den PC erschienen. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Wurde die Kampagne im ersten Teil noch in Multiplayer-Matches eingebettet, bietet „Titanfall 2“ nun eine echte Kampagne für Einzelspieler. Hier übernimmt man die Rolle des Soldaten Jack, der davon träumt, eines Tages auch einen dieser gigantischen Titans zu steuern und in die Schlacht zu führen. Eine Chance dazu bietet sich dann bei einem Einsatz auf einem fremden Planeten. Dort wird bei einer Mission Jacks Ausbilder und unzählige Kameraden getötet, Jack selbst überlebt verletzt. Vor seinem Tod überträgt der Ausbilder Jack seine Titan-Rechte, fortan kann er einen Mech der Vanguard-Klasse steuern.

Die Geschichte führt Jack und seinen Titan in viele imposante Kämpfe gegen andere Mechs. Hin und wieder müssen die Energiereserven der gewaltigen Maschine aufgefüllt werden und so muss unser Soldat hin und wieder auch alleine losziehen, kämpfen und überleben. Auch Upgrades für den Titan können eingesammelt und ausgerüstet werden, was den eigenen Titan immer mächtiger macht.

Es gibt aber nicht nur die neue Einzelspielerkampagne, auch beim Multiplayer-Part hat sich einiges getan. So können in den verschiedenen Modi nicht nur Skins und Waffen, sondern auch taktische Fähigkeiten freigespielt werden. Das reicht von einem praktischen Enterhaken zum Klettern bis zur Möglichkeit, zu teleportieren. Neu ist der Hitzeschild, der nicht nur feindliche Geschosse mal eben so schmilzt, sondern auch alles verbrennt, was sich dem Titan in den Weg stellt. Zur Auswahl stehen übrigens sechs dieser gewaltigen Ungetüme, wobei jeder Titan mit seinen speziellen Eigenschaften daherkommt.

An Spielmodi wird nahezu alles geboten, was das Herz begehrt, etwa Capture the Flag oder Hardpoint. Sehr viel Spaß macht Last Titan Standing, wo solange gekämpft wird, bis nur noch ein Mech übrig ist. Ansonsten ist man allerdings ohne Teamplay chancenlos. Schließlich regenerieren nun die Schilde nicht mehr, was die Giganten deutlich anfälliger macht.

„Titanfall“ war schon ein tolles Spiel, aber die Fortsetzung übertrifft den Erstling noch um Längen. Das geht vom sehr gut gelungenen Einzelspielermodus bis zum Multiplayer. Die Grafik schaut klasse aus und die Soundkulisse eignet sich vorzüglich, um die Nachbarn zu ärgern, wenn sie brachial aus dem Lautsprechersystem dröhnt. Daneben gibt es eine eingängige Steuerung, neue Spielmodi und mehr Möglichkeiten, seinen Titan anzupassen. Tolles Spiel.