Im Jahr 2003 wurden die Avalanche Studios mit dem Hauptsitz im schwedischen Stockholm gegründet. Mit nur sechs Mitarbeitern ging man an den Start, heute arbeiten 250 Leute für den Entwickler. Bekannteste Titel des Studios sind die Just Cause Serie und Mad Max. Seit 2009 gehört auch die Spieleserie „The Hunter“ zum Repertoire des Studios. Fortgesetzt wurde das Spiel im Jahr 2015 mit „The Hunter: Primal“. Allerdings störten sich viele Spieler an die Mikrotransaktionen im Game und so sollte das dritte Spiel „The Hunter: Call of the Wild“ ohne diese auskommen. Seit einigen Wochen ist das Spiel zu haben und wir sind mal wieder auf die virtuelle Pirsch gegangen.


Die Avalanche Studios haben ja schon vorher bewiesen, dass sie wirklich gute offene Spielwelten schaffen können und das haben sie mit „The Hunter – Call of the Wild“ erneut hinbekommen. Satte 128 Quadratkilometer ist das Jagdareal groß, erstellt wurde es mit der Apex Engine. Nun, das Spielprinzip sollte klar sein und hat sich zu den Vorgängern auch nicht wirklich verändert. Der Spiler streift durch das Gelände, um Wild zu jagen, Elche oder Bisons beispielsweise. Dazu stehen verschiedene Waffen und Munitionsarten zur Verfügung. Neben Gewehren und Pistolen können auch Pfeil und Bogen zur Jagd genutzt werden.


Auch einige Rollenspielelemente haben den Weg ins Spiel gefunden. So lässt sich der Jäger weiterentwickeln, neue Ausrüstungsgegenstände sowie neue Jagdskills verbessern die Leistung. Und auch beim Verhalten der Tiere wurde ordentlich nachgebessert, das wirkt jetzt alles deutlich realistischer.


Auch in anderen Bereichen wurde der Realismus gesteigert. Die Ballistik beispielsweise ist wesentlich wirklichkeitsnaher und macht die virtuelle Jagd deutlich fordernder. Dazu kommt ein Tag-Nacht-Zyklus und dynamische Wetterereignisse. Selbst der Wind kann genutzt werden. Weht dieser aus der richtigen Richtung, lassen sich Tiere leichter Aufspüren. Anfänger bekommen Tutorials und weitere Hilfen, damit die erste Jagd nicht gleich im Frust ausartet.


Wer nicht gern allein auf die Pirsch geht, kann auch ein paar Freunde mitnehmen. Mit denen kann aber auch wahlrweise ein Wettbewerb mit bis zu acht Spielern auf die Beine gestellt werden. Auf die unbeliebten Mikrotransaktionen wurde glücklicherweise verzichtet, alles lässt sich nun im Laufe des Spiels freischalten.


Geht man zum ersten Mal in „The Hunter – Call of the Wild“ auf die Jagd, fällt gleich die wunderschön in Szene gesetzte Landschaft auf. Gelände, Pflanzen und Tiere sehen einfach beeindruckend gut aus. Auch die Soundkulisse steht dem in Nichts nach. Die Steuerung geht gut von der Hand und mit der Weiterentwicklung des eigenen Jägers gibt es viele Optionen. Ein dicker Pluspunkt ist der Verzicht auf Mikrotransaktionen. All das macht „The Hunter – Call of the Wild“ zu einem Genre-Volltreffer.