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Im Jahr 2014 veröffentlichte Bethesda Softworks das bei Tangi Gameworks entwickelte Survival-Horror-Spiel „The Evil Within“ für Konsole und PC. Das Spiel kam bei Spielern und Kritikern sehr gut an, wobei vor allem die Atmosphäre hervorgehoben wurde. Passenderweise an einem Freitag, den 13. wurde der zweite Teil des Spiels veröffentlicht Wir haben uns „The Evil Within 2“ auf der Xbox One angesehen.


Im Spiel übernehmen wir erneut die Rolle des ehemaligen Detectives Sebastian Castellano und in den ersten Szenen werden wir mit der Steuerung vertraut gemacht. Und das hat es gleich in sich, denn Castellano steht vor seinem Haus, das in Flammen aufgegangen ist. Jedoch befindet sich seine Tochter Lily noch im Haus und schreit um ihr Leben. Scheint es zunächst so, als könnte Sebastian seine Kleine retten, geht sie quasi in seinen Armen in Flammen auf und sagt ihre letzten Worte „Du hast mich nicht gerettet“.


Diese Vorfälle haben aus Sebastian einen Säufer gemacht, jedoch erhält er von seiner ehemaligen Kollegin Kidman eine verstörende Nachricht. Seine Tochter lebt noch, ist allerdings mit einigen Mobius-Agenten in der Stem-Simulation gefangen. Spieler, die bereits den ersten Teil genießen durften, wissen, was gemeint ist, denn die Fortsetzung knüpft beinahe nahtlos an den Vorgänger an.


Nach einigem hin und her lässt sich Castellano auf einen Deal ein. Er begibt sich in das Stem, um die Mobius-Agenten und seine Tochter zu suchen und nach Möglichkeit zu befreien. Und so fühlen sich Spieler des ersten Teils gleich heimisch und suchen mit Sebastian grausige Szenarios ab, kämpfen gegen oder fliehen vor grauenvollen Kreaturen und machen den einen oder anderen Schock durch. Ja, bis wir schließlich Union erreichen, eine von Stem simulierte Stadt.


Ab hier wird das Spiel „open world“ und wir können uns ganz nach Lust und Laune bewegen und die Ortschaften erkunden. Dabei lassen sich sämtliche Gebäude oder Garagen betreten und durchsuchen. Dabei sammelt man allerlei brauchbare Gegenstände. Hin und wieder gibt es hier auch Nebenquests zu erledigen, aber auch die Hauptstory wird hier filmreif weitergesponnen. Und allein mit der Hauptgeschichte ist der Spieler schon rund 15 Stunden beschäftigt.


Allerdings ist Union nicht leer, sondern von unzähligen Verlorenen bevölkert. Und die KI dieser netten Gesellen hat seit dem ersten Teil ordentlich zugelegt und so ist jeder Kampf gegen sie eine echte Herausforderung. Allerdings ist Sebastian auch nicht unbewaffnet und auch sein Arsenal wurde im Vergleich zum Vorgänger ordentlich erweitert. Wer nicht auf offene Konfrontationen steht, hat immer die Wahl, die Gegner zu umgehen und von Deckung zu Deckung zu schleichen.


Je nachdem, welche Spielweise wir wählen, können wir bestimmte Skills von Sebastian im Laufe der zeit verbessern. Waffen hingegen können an Werkbänken erweitert oder umgebaut werden. Munition kann zur Not auch selbst hergestellt werden. Daher lohnt es sich immer, nach entsprechenden Ressourcen Ausschau zu halten.


Ich liebe Horrospiele schon seit den frühen 80er Jahren. Auch wenn ein „Haunted House“ heute keinen mehr hinter dem Kamin vorlockt, „The Evil Within 2“ ist da schon ein anderes Kaliber. Die großartige Grafik gemischt mit der beklemmenden Atmosphäre sorgt für ein nahezu einmaliges Spielgefühl. Dazu gesellt sich ein wunderbarer Soundtrack und die widerlichsten Geräusche, die man bislang in einem Spiel vernehmen durfte. Auch die Sprecher sind große klasse. „The Evil Within 2“ ist definitiv das beste Horror-Spiel seit Jahren und übertrifft auch den Vorgänger.