Nextgengamers net
Games, Movies and more
 
 
 

Bereits seit 1994 existiert die Beat'em-up-Reihe „Tekken“ aus dem Hause Bandai Namco. Damals gehörte „Tekken“ zu den ersten Spielen für die neue Konsole Playstation. Tekken bedeutet übersetzt „eiserne Faust“ und in den Spielen geht es jeweils um das Kampfturnier „The King od the Iron Fist Tournament“. Im Laufe der Jahre sind Fortsetzungen und Ableger des Spiels für nahezu alle aktuellen Konsolen erschienen. Seit Kurzem steht der siebente Teil der Serie in den Läden. Wir haben uns „Tekken 7“ auf der Xbox One angesehen.


Wer schon einmal eines der Spiele der Serie in der Konsole hatte, wird sich gleich prima zurechtfinden, denn die Steuerung ist wie eh und je präzise ausgefallen und leicht verinnerlicht. Nicht ganz so leicht ist das mit den unzähligen Combos, die eine spezielle Button-Kombination voraussetzen, und die muss erst einmal gelernt sein. Mit einfachem Button-Smashing kann man zwar auch die ersten Gegner aus dem Weg räumen, stösst dann mit seiner Figur unweigerlich an die Grenzen und wird oft verlieren.


Hat man ausgiebig trainiert und beherrscht die wildesten Combos, geht es ans Eingemacht, allein im Storymodus, gegen einen Kumpel vor dem Fernseher oder gegen Online-Gegner aus der ganzen Welt. Vor allem der Turniermodus online ist sehr beliebt, hier finden sich immer genug Spieler, um ein zünftiges Kampfturnier auszutragen. Leider geht das nicht mit heimischen Mitspielern, das würde „Tekken 7“ zum idealen Spiel für die nächste Party machen.


Bereits zu Beginn des Spieles stehen 30 Figuren zur Auswahl, ein netter Mix aus bekannten Charakteren, neuen Figuren und Gaststars aus anderen Spielen. Es gibt einige weitere Kämpfer, die lassen sich aber nicht durch erfolgreiches Spielen freischalten, sondern müssen als kostenpflichtige Downloads erworben werden. Jedoch können die enthaltenen Figuren mit freischaltbaren Items ausgestattet und so optisch den eigenen Wünschen angepasst werden. Das reicht von der schrillen Frisur über neues Schuhwerk bis zur eleganten Kopfbedeckung.


Im Karrieremodus wird eine Story über eine Klan-Fehde erzählt, Heihachi Mishima richtet ein neues King of the Iron Fist Tournament aus. Die Geschichte wird von einem Reporter erzählt, was allerdings nicht sehr kurzweilig daherkommt. Da fühlt sich der Spieler immer wieder dazu gedrängt, abzubrechen, um zur nächsten Kampfszene zu gelangen. Alles in allem ist der Single-Modus wohl der Minuspunkt des Spiels, denn der motiviert nicht gerade zum Weiterspielen.


In den Multiplayer-Modi dagegen zeigt „Tekken 7“ die Muskeln und macht so viel Spaß wie die vielen Vorgänger, ob man einen Kumpel im heimischen Wohnzimmer verdrischt oder gegen andere Spieler online antritt, es macht einfach sehr viel Spaß.


„Tekken 7“ ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite bietet das Spiel einen unglaublich spassigen Multiplayer-Part, ob lokal oder online, an dem es kaum etwas auszusetzen gibt. Auf der anderen Seite wirkt der Karrieremodus undurchdacht und kommt eher langweilig daher. Auch dass man für zusätzliche Kämpfer erneut zur Kasse gebeten wird, stösst ein wenig sauer auf. Die Grafik des Spiels ist okay, da geht aber sicherlich noch mehr, am Sound gibt es kaum etwas auszusetzen, was auch für die gelungene Steuerung gilt. Ideal für Multiplayer, Solo-Spieler finden Besseres.