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von Bert Werner


Schon mit „Styx: Master of Shadows“ konnten Spieler auf der Xbox One mit dem fiesen grünen Kobold Abenteuer erleben. Nun ist der Goblin zurück, der zweite Teil „Styx: Shards of Darkness“ steht seit einigen Wochen in den Händlerregalen. Wir haben uns das Spiel angesehen.


Ihr habt „Styx: Master of Shadows“ bereits gespielt? Wunderbar, dann werdet ihr euch gleich heimisch fühlen und mit Steuerung und Optionen keinerlei Probleme haben. Ihr kennt den ersten Teil nicht? Dann wird es ungleich schwieriger, denn Hilfen wie Tutorials gibt es nicht. Und das Spiel ist knackig schwer, selbst auf dem niedrigsten von vier Schwierigkeitsgraden.


Wichtigster Tipp: der Schatten ist dein Freund, bleibe immer im Schatten. Einzelne Feinde stellen kein Problem dar, wenn man sich von hinten anschleichen kann. Mehr als ein Gegner bedeutet fast immer den Tod, wenn ein Fluchtversuch fehlschlagen sollte. Der Spieler sollte also stets von Deckung zu Deckung schleichen, um mehr von der spannenden Geschichte zu erleben und die schön in Szene gesetzten Orte zu sehen. Missionen können auf verschiedene Arten gemeistert werden und so fällt auch die Höhe der Belohnung in Form von Medaillen unterschiedlich aus. Ist man rechtzeitig fertig, hat niemanden getötet und keinen Alarm ausgelöst, gibt es die höchste Entlohnung.


In den Schatten zu schleichen ist eine Sache, die Bewegungsmuster von Gegner zu erkennen eine andere, des Weiteren ist unser Goblin immer auf der Suche nach nahen Verstecken. Doch ob eine Wache Styx dort erkennt oder nicht, hängt offenbar vom Zufall ab. Mal scheinen die Gegner blind zu sein, mal haben sie ein schärferes Auge als ein Adler und schon wieder ist ein Bildschirmtod zu beklagen. Was nicht so schlimm wäre, wenn die langen Ladezeiten nicht wären. Aber so frustriert jeder Tod den Spieler mehr.


Hat man eine Mission erfolgreich beendet, kann man mit verdienter Erfahrung Fähigkeiten verbessern oder neue Angriffe lernen. Online kann man mit einem zweiten Spieler im Koop-Modus spielen.


„Styx – Shards of Darkness“ bietet einerseits eine nette Geschichte, einen knackigen Schwierigkeitsgrad, hübsche Grafik und jede Menge schrägen Humor, aber andererseits nur passablen Sound, keinerlei Unterstützung für Einsteiger und viel Frust durch lange Ladezeiten. Sicher reden wir hier nicht von einem schlechten Spiel, aber von einem, bei dem man das Gefühl nicht los wird, es wäre deutlich mehr drin gewesen.