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In den letzten Wochen beherrschte das Spiel „Battlefront II“ von EA die Schlagzeilen in den Games News. Doch es ging nicht um das Spiel an sich, sondern die Möglichkeit, sich für echtes Geld Vorteile im Spiel zu erkaufen. Diese Lootboxen riefen auch die Gesetzgeber vieler Länder auf den Plan, die nun prüfen, ob es sich dabei nicht um Glücksspiel handeln würde. Für uns ist zu diesem Thema alles gesagt, wir testen das Spiel so, wie es ist, die Mechanik mit den Lootboxen ist zur Zeit ohnehin entfernt worden. Erschienen ist das Spiel für die Xbox One, PS4 und den PC. Wir haben uns „Star Wars: Battlefront II“ auf der Xbox One angesehen.


In der Einzelspielerkampagne übernimmt der Spieler die Rolle von Iden Versio, einer Kommandantin der Spezialeinheit der imperialistischen Sturmtruppen. Im Prolog der Geschichte sitzt die Gute allerdings in einem Gefängnis auf einem Schiff der Rebellen. Ihr kleiner Droide allerdings befindet sich woanders im Schiff und kann sich in diverse Systeme hacken und Wachen von hinten mit einem Stromschlag ausschalten. Allerdings kann er selbst nichts einstecken. Die erste Mission für den Spieler erfordert daher größte Vorsicht, denn zunächst übernimmt man die Kontrolle über den Droiden und versucht, Iden Versio zu befreien, die sich danach den Weg zu einer Schleuse freischießen muss, bevor sie von ihren Kameraden gerettet werden kann.


Später erlebt Versio während eines Einsatzes auf Endor das Ende des zweiten Todessterns und den Tod des Imperators mit. Jedoch ist das Imperium keineswegs am Ende und plant die nächsten Schandtaten, was Iden und ihren treuen Gefolgsmann aus dem Inferno-Trupp zum Verrat am Imperium verleitet  und die beiden laufen schließlich zu den Rebellen über. Im Laufe der Solo-Kampagne spielt man neben Iden Versio in verschiedenen Missionen unter anderem auch Luke Skywalker, Han Solo und Leia Organa, steuert AT-ATs, Tie-Jäger oder X-Wings. Ziel ist es, die Pläne von Iden Versios Vater zu vereiteln. Gekämpft wird auf zahlreichen Planeten, wahlweise in Third- oder First-Person-Sicht.


Im Mehrspielermodus stehen vier Klassen zur Auswahl, die alle über verschiedenen Eigenschaften und Waffen verfügen. Über Sternenkarten werden die Fähigkeiten verbessert und erweitert. Zunächst sind drei verfügbar, weitere können freigeschaltet werden, in dem der Spieler erfolgreiche Schlachten bestreitet und im Rang aufsteigt. Mit den Belohnungen können zudem weitere Helden, Ausrüstung und Fahrzeuge erworben werden. Fünf Spielmodi stehen im Multiplayer zur Auswahl.


Zudem gibt es den Arcade-Modus, den man allein oder zusammen mit einem Freund lokal spielen kann. Hier gibt es je acht Missionen auf der hellen und der dunklen Seite zu bestreiten. Der Rest des Teams, sowie die Gegner bestehen aus KI-Bots. Dabei handelt es sich quasi um einen Multiplayer light, der aber durchaus Spaß mach und auch fordernd ist.


Grafisch ist „Star Wars: Battlefront II“ eine Wucht und sieht durchweg fantastisch aus. Vor allem die Weltraumschlachten ragen hier heraus und die machen auch am meisten Spaß. Der Sound ist ebensfalls vom Allerfeinsten, inklusive den originalen Synchronsprechern der bekannten Charaktere. Die Steuerung geht gut von der Hand. Der Multiplayer-Bereich bietet jede Menge Herausforderungen und ist gewohnt gut umgesetzt. Die Solo-Kampagne startet spektakulär mit fast filmreifer Story, lässt dann aber spürbar nach, vor allem der ständige Wechsel bei den Spielfiguren macht wenig Sinn. Die komplette Kampagne mit Iden durchzuspielen wäre sicher eine bessere Lösung gewesen. Alles in allem ist „Battlefront II“ ein schönes Spiel, das viel Spaß macht, es bleibt aber der Eindruck, dass hier mehr drin gewesen wäre.