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Im Jahr 1992 wurde im britischen Oxford der Spiele-Entwickler Rebellion gegründet. Heute besteht die Firma aus 300 Mitarbeitern und veröffentlicht neben Spielen auch Comics. Zu Beginn machte man sich vor allem einen Namen mit Umsetzungen bekannter Spiele, etwa „Rainbow Six“ für die Playstation (1999), „Medal of Honor: Underground“ für den Gameboy Advance (2002) oder „Liebesgrüße aus Moskau“ für die PSP (2006). Mit dem Spiel „Sniper Elite: Berlin 1945“ schuf das Team 2005 eine eigene Serie, die allerdings erst sieben Jahre später fortgesetzt wurde. Dann ging es allerdings Schlag auf Schlag. Im Jahr 2012 erschien „Sniper Elite V2“ und in den Jahren darauf ging es den Nazi-Zombies an den Kragen. „Sniper Elite 3“ folgte 2014 und nun steht der vierte Teil, „Sniper Elite 4“ für Xbox One, PC und PS4 in den Läden. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

 

Das Spielprinzip der Serie dürfte mittlerweile bekannt sein. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Snipers im zweiten Weltkrieg, bekommt einen mehrteiligen Auftrag, sucht sich die Ausrüstung zusammen und geht in den Einsatz. Die Ausrüstung besteht aus einem Scharfschützengewehr, einer Maschinenpistole, einer Pistole, Sprengstoff wie Handgranaten oder Minen und einigen Medi-Packs. Natürlich gehört Munition auch dazu. Alles, was sonst an Nachschub gebraucht wird, muss man unterwegs, etwa von getöteten Gegnern auflesen. Neben den Aufgaben der jeweiligen Mission können auch wichtige Gegenstände wie Dokumente gesammelt werden. Als Belohnung winkt die eine oder andere Beförderung, Auszeichnungen und die Möglichkeit, die Fähigkeiten zu erweitern.

 

Schauplatz des vierten Teils von „Sniper Elite“ sind verschiedene Regionen in Italien. Dort kann man sich bei jedem Auftrag in einer völlig offenen Welt bewegen und hat die Wahl, zunächst die Nebenmissionen anzugehen oder gleich den Hauptauftrag abzuschließen. Unerkannt zu bleiben ist hier überlebenswichtig. Und so schleicht man von Deckung zu Deckung und schaltet einen Gegner nach dem anderen aus. Dafür sucht man sich den besten, und sichersten Platz aus, der zu finden ist, etwa ein verlassener Turm. Hilfreich ist dabei ein Fernglas, mit dem sich auch Gegner markieren lassen. Diese kommen allerdings nicht dumm daher, sondern sind stets wach- und aufmerksam. Entdecken sie eine Leiche, schlagen sie Alarm und rufen nach Verstärkung, die auch prompt eintrifft. Nun kann der Spieler versuchen, zu fliehen und Deckung zu suchen, bis die Gegner wieder zum normalen Tagesablauf zurückkehren, oder den Kampf gegen eine Übermacht aufzunehmen.

 

Und für die hat man dann auch einige Überraschungen parat, wie etwa Sprengfallen.Hin und wieder nimmt man Kontakt zu italienischen Widerstandskämpfern auf, die ganz hilfreich sein können. Immerhin geht es darum, den Deutschen, die den Einsatz einer neuen Waffe planen, einen Strich durch die Rechnung zu machen. Mit verdienten Dollars können Waffen und Skins freigeschaltet werden, viele Waffen findet man aber ohnehin unterwegs und kann diese jederzeit tauschen.

 

Die Steuerung orientiert sich an den Vorgängerspielen und funktioniert perfekt. Neben der Gesundheit sollte man auch immer auf den Erschöpfungszustand achten, denn ohne Puste ist genaues Zielen fast unmöglich. Wem das alles zu einfach ist, kann in höheren Schwierigkeitsgraden auf Hilfen wie Übersichtskarten verzichten.

 

„Sniper Elite 4“ bietet das altgewohnte Gameplay mit einigen Verbesserungen. So hat man nun die Möglichkeit zu klettern. Grafisch ist das Spiel auf der Xbox One eine Wucht, die Landschaften sehen beeindruckend aus, wenn man denn man Zeit hat, den Anblick zu genießen. Der Sound bietet ebenfalls keine Grund zum Meckern. Die Steuerung ist, wie auch schon bei den Vorgängern, nahezu perfekt und der Umfang des Spiels groß genug, damit man schon recht lange mit den vielen Missionen beschäftigt ist. Fehlen darf natürlich auch nicht die Kill-Cam, die die Wirkung der Kugeln drastisch demonstriert. Diese lässt sich aber auch abschalten. „Sniper Elite 4“ ist ein rundum gelungener Shooter, den ich sicher noch öfter durchspielen werde.