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Seit fünf Jahren gibt es die Spiele-Serie Skylanders nun schon. Alles begann mit „Skylanders: Spyros Adventure“. Das Spielprinzip war damals völlig neu, ein Portal wurde an die Konsole oder den PC angeschlossen, auf das man Figuren platzieren konnte. Diese wurden dann mit Hilfe des Chips im Sockel der Figur in das Spiel integriert, so dass der Spieler sie steuern konnte. Es folgten „Giants“, „Swap Force“ und „Trap Team“. Nun stehen die Imaginators in den Regalen. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Kaos, der Bösewicht, den man schon aus den Vorgängern kennt, ist wieder da und schmiedet neu fiese Pläne. Er will ein Buch aus der Skylanders-Bibliothek stehlen, das der Schlüssel zur Geist-Magie ist, mit deren Hilfe er seine Vasallen in mächtige Doomlander verwandeln kann. Ist nun alles verloren? Keineswegs, denn der Portalmeister, das ist der Spieler, kann mit den Imaginite-Kristallen ebenfalls über diese Geist-Magie verfügen.

Da legt man einen leeren Kristall auf das Portal und schon kann man sich wie Frankenstein fühlen und seinen eigenen Skylander erschaffen. Die Kristalle kommen in allen vier Elementen daher, im Starterpack ist ein Feuer-Kreationskristall enthalten, mit dem man einen Feuer-Skylander erschaffen kann. Für die anderen braucht man entsprechend andere Kristalle.

Die Bastelei am eigenen Skylander macht eine Menge Spaß. Zunächst beschäftigt man sich mit dem gewünschten Kampfstil. Davon stehen zehn zur Auswahl und die Entscheidung des Spielers hat Einfluss darauf, welche Waffen benutzt werden können. Im Gegensatz zum Aussehen des Skylanders kann der Kampfstil nicht mehr geändert werden, wenn einmal eine Wahl getroffen wurde.

Nun geht es an den Körper. Hier trifft der Spieler die Auswahl aus verschiedenen Köpfen, Ober- und Unterkörpern und Extremitäten. Dazu kommen Rüstungsteile oder auch Flügel. Auch die Farben können ganz nach Wunsch angepasst werden. Selbst ein Schlachtruf kann aus zwei Teilen zusammengesetzt werden mit Auswahl der Stimme. Dann ist der erste eigene Skylander fertig und kann sich im Kampf den Doomlandern stellen.

Wer schon einen der Vorgänger gespielt hat weiß nun, was ihn erwartet, an dem bewährten Spielprinzip hat sich nur wenig geändert. Der Spieler führt seinen Skylander von Level zu Level, in denen immer schwierigere Gegner warten. Zwischen den Kämpfen entdeckt man die Gegend und sammelt den einen oder anderen Schatz ein, womit wiederum die eigenen Fähigkeiten verbessert werden können. Für verschlossene Bereiche ist hin und wieder ein anderer Skylander auf dem Portal gefordert, was wiederum den Sammeltrieb um die Figuren anheizt, von denen es mittlerweile mehr als 300 gibt. Praktischerweise sind alle auch kompatibel mit dem neuen Spiel.

Um diese Bereiche zu öffnen muss der Skylander nun nicht mehr einem bestimmten Element abstammen, wie es früher der Fall war, sondern bestimmte Fähigkeiten sind gefragt. Diese Senseis öffnen aber nicht nur die Bereiche, sondern bringt unserem Skylander auch einen Spezialangriff bei. Voraussetzung dafür ist allerdings der passende Kampfstil der eigenen Kreation.

Sammler freuen sich wieder über jede Menge Schatzkisten, die im ganzen Spiel verteilt sind. Manche davon enthalten Kristalle, die sich in Gegenstände verwandeln, die man für die eigene Figur nutzen kann. Das kann eine neue Kopfform sein, eine neue Stimme oder auch ein Rucksack. Es gibt nahezu grenzenlose Möglichkeiten, seinen Skylander immer wieder zu verändern.

Das Spielprinzip von Skylanders hat sich seit dem ersten Spiel kaum geändert, mach aber immer noch einen riesigen Spaß. Die Neuerung eigene Skylanders zu erschaffen, ist großartig umgesetzt und bringt frischen Wind in das Spiel. Ansonsten passt alles, Grafik, Sound und Steuerung bieten keinen Grund zum Meckern. Nur was ganz und gar nicht in Ordnung ist, sind Mikrotransaktionen im Spiel. Man muss sich das mal vorstellen. Hier erwirbt der Spieler ein Vollpreisspiel, dazu noch Figuren, die auch nicht ganz billig sind, und dann wird man im Spiel noch aufgefordert, weitere Schatztruhen für echtes Geld zu erwerben, und das in einem Spiel, das sich hauptsächlich an Kinder richtet, da ist dann der Spaß für mich vorbei und es gibt Abzüge in der Gesamtwertung. Ohne diesen Versuch, den jungen Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen, hätte „Skylanders Imagunators“ 4,5 Sternen bekommen, so leider nicht.