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Mit „Shenmue“ brachte Sega 1999 ein Spiel für die eigene Konsole Dreamcast in die Läden, das so ganz anders war, als alles, was man bisher kannte. Das Spiel von Yu Suzuki war nicht nur das bis dahin in der Produktion teuerste, es soll rund 50 Millionen Dollar verschlungen haben, sondern konnte auch Spieler und Kritiker gleichermaßen überzeugen. Nun wurde das Spiel, und auch die Fortsetzung „Shenmue 2“ für die Xbox One, Windows PC und PS4 umgesetzt. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.


Wir befinden uns im Jahr 1986. Ryo Hazuki muss im heimischen Dojo mit ansehen, wie sein Vater Iwao von einem geheimnisvollen Chinesen getötet wird. Der hatte dort nach einem Spiegel gesucht und rächte seinen Vater, der offenbar von Iwao umgebracht wurde. Von dem Schock muss sich Ryo erst einmal erholen und begibt sich dann auf die Suche nach dem Mörder seines Vaters und der Bedeutung des Spiegels.

Der Spieler übernimmt die Rolle von Ryo und kann sich in der kompletten Stadt frei bewegen. Allerdings sollte man beachten, dass es sich hier auch um eine Lebenssituation handelt und so muss Ryo einem Job nachgehen und regelmäßig essen und trinken. Zwar gibt es jeden Morgen eine Art Taschengeld von der Haushälterin, aber der Job, zum Beispiel am Hafen Stapler fahren, wirft auch etwas ab. Mit dem sauer verdienten Geld kann man nun etwa einem kleinen Mädchen dabei helfen, eine streunende Katze zu versorgen oder geht in die nächste Spielhalle, in der man Sega-Klassiker wie Hang-On oder Space Harrier spielen kann.

Es gibt immer genug zu tun in der offenen Spielwelt und schließlich steht auch die Suche nach dem Mörder im Vordergrund. Hinweise könnte es überall geben. Nahezu jeder der vielen Bewohner, die ihren Beschäftigungen nachgehen, kann angesprochen werden und könnte hilfreiche Informationen preisgeben, die wiederum automatisch im Notizbuch gespeichert werden, das man relativ oft zur Hand nehmen kann.

Im Dojo kann Ryo seine Kampfkünste verbessern, auch auf freiem Gelände ist Training möglich. Kämpfe selbst kommen meist als Quick-Time-Events daher, es müssen also bestimmte Tasten gedrückt werden, wenn sie eingeblendet werden. Das Spiel endet mit der Reise von Ryo nach Hongkong, wo die Suche im zweiten Teil weitergeht.

Zum ersten Mal habe ich „Shenmue“ 1999 auf der Dreamcast gespielt, als japanische Version. Dafür habe ich mir die Konsole extra umbauen lassen. Da hat man natürlich nicht viel von der Geschichte mitbekommen, trotzdem machte es riesigen Spaß. Ein Jahr später kam dann das Spiel auch nach Deutschland, mit englische Synchro und wurde gleich wieder gespielt. Und nun gab es endlich ein Wiedersehen mit Ryo. Beide Spiele sind gro0artig umgesetzt worden, die Steuerung gibt dem Spieler nie den Eindruck, dass sie eigentlich für einen anderen Controller konzipiert war, die Grafik sieht auch heute noch klasse aus und wurde an HD angepasst und auch der epische Soundtrack gefällt heute noch so wie damals. Die Geschichte ist großartig und die Interaktionsmöglichkeiten beinahe Grenzenlos. Tolles Spiel, oder besser gesagt, zwei tolle Spiele, die ich nur weiterempfehlen kann.