Die Hauptreihe „Dynasty Warriors“ von Koei gibt es bereits seit dem Jahr 1997 und bringt es mittlerweile auf acht Teile und zahlreiche Ableger. Daneben hat sich mit „Samurai Warriors“ eine eigene Spielereihe etabliert, die seit dem Jahr 2004 zu haben ist. Nun ist auch hiervon der mittlerweile vierte Teil „Samurai Warriors 4 Empires“ als alternative Fassung, die eine andere Sicht auf die Ereignisse zeigt, für die PS4 erschienen. Wir haben uns das Spiel angesehen.

Wie Fans der Reihe bekannt sein dürfte, kommt „Samurai Warriors 4 Empires“ als Mischung aus Strategie und Hack'n'Slay daher. Die Geschichte, mit Bezügen zu geschichtlichen Ereignissen, wird in zahlreichen Texten erzählt. Wer nicht gern liest, kann darauf aber auch verzichten, denn eine wirkliche Bedeutung für das Spielgeschehen hat sie nicht. Und der Spieler hat immerhin auch alle Hände voll zu tun, gilt es doch, das eigene Imperium zu verwalten und das ist manchmal gar nicht so einfach.

Denn es gibt unzählige Menüs und der Spieler braucht eine Zeit, um sich den genauen Überblick zu verschaffen, aber wenn einmal alles sitzt, huscht man durch die Menüs wie ein Samuraischwert durch Butter. Und so verbringt der Spieler die meiste Zeit damit, Taktiken für die bevorstehenden Schlachten auszutüfteln. Dafür stehen unzählige Möglichkeiten zur Verfügung. Daneben wird auch Politik und Diplomatie betrieben, was das Spiel unglaublich komplex macht.

Man kann sich wirklich um alles kümmern, bekommt hin und wieder Ratschläge, auf die man eingeht, oder auch nicht und wartet auf das Ergebnis der eigenen Entscheidungen. Kommt es dann zum Kampf, findet man sich auf dem Schlachtfeld wieder. Hier stellt sich die Frage, ob man vorher die richtige Taktik gewählt hat, denn nun geht es in Echtzeit zur Sache und die Schnetzelei kann beginnen. Dabei sind auch größere Gegnerwellen kein Problem und einer nach dem anderen fällt unserem Schwert zum Opfer. Schwieriger wird es schon gegen die gegnerischen Kommandanten.

Durch die Kämpfe gewinnt der Charakter Erfahrungspunkte, womit wir zum Rollenspielpart kommen. Hier kann die Figur aufgewertet werden, lernt neue Fähigkeiten und wird besser ausgerüstet. Denn die nächste Schlacht wird nicht lange auf sich warten lassen.

Ich muss zugeben, dass diese Mischung nicht unbedingt zu meinen Lieblingsgenres gehört. Und es braucht wirklich Zeit, um sich durch die Menüs zu kämpfen und hinter die unglaubliche Komplexität des Spiels zu kommen, doch dann packt einen „Samurau Warriors 4 Empires“ und lässt einen nicht so schnell wieder los. Dabei macht die Politik und die Verwaltung des eigenen Reiches genau so viel Spaß wie die actionreichen Schlachten. Das ganze wird mit schöner Grafik uns ansprechendem Sound präsentiert. Tolles Spiel, dass ihr euch unbedingt ansehen solltet, auch wenn ihr, wie ich, die vorherigen Teile noch nicht gespielt habt.