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Der Geschmack von Freiheit und Abenteuer stellt sich für viele nur auf zwei Rädern ein, im Sattel eines Motorrades. Aber auch zu Hause auf der Couch kann man ein wenig Freiheit schnuppern, mit dem entsprechenden Videospiel. Milestone hat nun den dritten Teil seiner beliebten Renn-Reihe „Ride“ veröffentlicht. Wir haben mächtig am Gashahn gezogen und uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.


Wie auch schon bei den beiden Vorgängern führt euch „Ride 3“ mit allerlei Straßenmaschinen auf Rennkurse in aller Welt. Da gibt es klassische Bikes ebenso wie extreme Rennmaschinen. Insgesamt stehen mehr als 200 Motorräder zur Auswahl, da sollte jeder die passende Maschine finden. Dabei wird einmal mehr viel Wert aufs Detail gelegt und so hat jedes Motorrad seine Eigenheiten, den speziellen Klang des Motors und natürlich das entsprechende Aussehen.

Gerade Motorrad-Simulationen eignen sich nicht so für Gelegenheitsspieler, denn wo Autos kleine Fehler verzeihen, führt das bei Motorrädern bereits zum Sturz. Doch „Ride 3“ biete eine einsteigerfreundliche Steuerung, mit der auch Anfänger unbeschadet ins Ziel kommen sollten. Und kracht es dann doch mal, ist das so spektakulär in Szene gesetzt, dass man auch hier noch ein kleines Erlebnis hat. Und zur Not kann man ja auch den Rückspulmöglichkeit nutzen und die Passage erneut versuchen.

Aber auch für Profis hat „Ride 3“ einiges zu bieten und mit der Wahl eines hohen Schwierigkeitsgrades und Abschalten aller Fahrhilfen mausert sich das Spiel zu einer knüppelharten Simulation.

Ein wenig stutzig macht die Auswahlmöglichkeit zwischen hoher Auflösung und hoher Framerate. Warum geht nicht beides? Zumindest auf der Xbox One X sollte das ohne jegliche Probleme funktionieren, aber selbst die Standard-Konsole sollte das nicht vor eine unlösbare Aufgabe stellen.

Die mehr als 30 Strecken kommen grafisch ansprechend daher und schauen ebenso gut aus wie die Motorräder. Auch beim Sound muss man keine Abstriche machen. Doch zu Beginn wird erstmal ein Fahrer oder eine Fahrerin erstellt. Dann geht es auf einer Ducati zu einem Testrennen und schließlich zur Auswahl der Optionen und Rennen.

Hier kann auch an den Bikes geschraubt werden, das Preisgeld in neue Klamotten investiert oder mit dem Lackierungseditor neue Designs geschaffen werden. Zu tun gibt es stets genug. Das passende Budget vorausgesetzt kann man seine Maschinen auch mit reichlich Zubehör tunen.

Der Karrieremodus ist auch das Herzstück des Spiels. Zwar gibt es auch einen Onlinemodus, der ust aber nur sehr spärlich besucht. Aber mit der Karriere hat der Spieler auch jede Menge Möglichkeiten und ungewohnt viel Freiheit. Und je besser man bei den Rennen abschneidet, um so besser fallen die Belohnungen aus, die bis zur heißen Rennmaschine reichen.
Dazu gibt es in jeder Liga eine Einführung in die Geschichte bekannter Motorräder, wie etwa der Kawasaki Ninja. Sämtliche Modelle können Probe gefahren werden.

„Ride 3“ ist erneut ein sehr gelungenes Rennspiel geworden. Der Karrieremodus ist richtig klasse und macht über viele Tage großen Spaß. Grafik und Sound sind prima, auch wenn hier und da ein wenig mehr drin gewesen sein müsste. Aber die Auswahl der Maschinen und Kurse und die Präsentation machen das wieder wett. Zu bemängeln gibt es eigentlich nur den Online-Modus und ein fehlendes 4K-Upgrade für die Xbox One X.