Es ist schon eine Weile her, als das erste Spiel der Resident Evil Reihe von Shinji Mikami durch Capcom veröffentlicht wurde. Es war im März 1996, bei uns im folgenden August, als das Spiel für die Playstation von Sony erschien. Später folgten Umsetzungen für Sega Saturn, Windows PC, Nintendo GameCube und Wii. Aber das war nur der Start eines gigantischen Franchises. Allein von dem Spiel, seinen Fortsetzungen und Ableger wurden mehr als 68 Millionen Exemplare verkauft. Und da ist der aktuelle Teil noch nicht einmal dabei. Dazu Dazu kamen vier Animationsfilme und eine Spielfilmreihe, die mittlerweile sechs Streifen umfasst, von einer riesigen Auswahl an Merchandise-Produkten ganz zu schweigen. Standen die ersten Spiele noch ganz im Zeichen des Survival-Horrors, setzten spätere Fortsetzungen mehr auf Action, was bei den Fans aber nicht so gut ankam. Mit dem mittlerweile siebten Teil der Reihe sollte es dann aber wieder „back to the roots" gehen, wie Trailer und Demo zeigten. Nun steht das Spiel für die Xbox One, Windows PC und die PS4 in den Läden. Auf der PS4 lässt sich das Spiel auch mit der VR-Brille nutzen. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.  

 

Wer schon einmal ein Spiel der Reihe gespielt hat, und wer hat das nicht, ahnt, was ihn erwartet. Neben der Lösung verschiedener Aufgaben und dem Knacken einiger Rätsel steht das Überleben im Vordergrund. Deshal ist der Spieler immer auf der Suche nach wichtigen Ressourcen in Form von Waffen, Munition, Heilmittel oder Gegenständen, die sich kombinieren lassen und so zu wichtigr Ausrüstung werden. Und so steht der Spieler hin und wieder vor der schwierigen Entscheidung, ob er beispielsweise Chemikalien zur Herstellung von Medizin oder für Sprengstoff verwenden möchte. Als Waffenarsenal steht mal wieder alles zur Verfügung, was des Spielers Herz begehrt, vom Messer über Pistolen, Schrotflinten oder Flammenwerfer bis zur unvermeidlichen Kettensäge.  

 

Die Story des Games spielt in der Gegenwart, rund vier Jahre nach den Ereignissen aus dem sechsten Teil von Resident Evil. Der Spieler übernimmt die Rolle des Zivilisten Ethan Winters, der in Dulvey, im Bundesstaat Louisiana auf der Suche nach seiner vermissten Frau ist. Spuren führen ihn zu einer verfallenen Plantagenvilla. Doch so verlassen, wie es zunächst scheint, ist das weiträumige Gebäude nicht, denn hier haust noch immer die Familie Baker. Und gegen diese Familie ist die Mischpoke von Leatherface aus „Texas Chainsaw Massacre" die nette Sippe von nebenan.  

 

Schon auf dem Weg zur Baker-Villa macht sich eine beklemmende Atmosphäre breit, die das Spiel während der ganzen Zeit beibehält und die sich auf den Spieler überträgt. Und die ersten Schritte in das Haus lassen den Spieler ahnen, worauf er sich hier eingelassen hat. Der erste Angriff erfolgt dann auch nicht durch garstige Zombies, sonder durch simple Insekten. Naja, was man so simpel nennt, ein wenig groß geraten sind sie dann schon und kommen gleich im Schwarm daher. „Kill it with Fire" ist hier die Devise, doch bevor man sich einen Flammenwerfer zusammengebastelt hat, vergeht noch einige Zeit. Richtig heftig sind dann die Begegnungen mit den Mitgliedern der Baker-Familie, die als Boss-Fights daherkommen. Und da ist einer durchgeknallter als der andere.  

 

Wie man es aus den anderen Spielen der Serie kennt, sind Munition und Heilkräuter nicht gerade im Überfluss vorhanden, es gibt aber immer so viel Nachschub, dass es nie unfair wird. Auch die Speicherpunkte sind in den meisten Fällen schnell zu erreichen.  

 

Natürlich haben wir uns bei der Story stark zurückgehalten, schließlich sorgt die für die enorme Spannung im Spiel, Schweißnasse Hände sind hier keine Seltenheit und es ist ohnehin schon schwer genug, nicht gespoilert zu werdenDie Grafik schaut auf der Xbox One klasse aus, die vielen Details tragen hier maßgeblich zur düsteren Atmosphäre bei. Auch am Sound gibt es nichts auszusetzen, das gilt für die Geräuschkulisse ebenso wie für den Soundtrack und nicht zuletzt die hervorragenden Sprecher, auch in der deutschen Synchronisation. Schön, dass auch die USK mitgespielt hat, denn „Resident Evil 7" kommt teilweise recht drastisch daher und das Blut sprudelt nur so. Die Steuerung mit dem Pad der Xbox One geht gut von der Hand. All das macht „Resident Evil" zu einem der besten Teile der Serie, absolute Kaufempfehlung.