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In unzähligen Spielen konnte man Pokémon trainieren und in den Kampf schicken, doch spätestens da war dann die Kontrolle über die putzigen, aber dennoch kampfstarken Monster dahin. Viele Spieler wollten ihre Pokémon aber gern auch einmal selbst steuern und in die Schlacht führen. Das nahmen sich die Macher des Prügelspiels „Tekken“ zu Herzen und setzten die Idee für Arcade-Automaten um. Mit „Pokémon Tekken“ ist nun eine Version von eben diesem Spiel für die Konsole Nintendo Wii U erschienen. Wir haben uns das Spiel angesehen.

Starten wir das Spiel, kommen wir gleich zur Auswahl der Spielmodi, neben einzelnen Kämpfen gibt es eine Liga und zwei Multiplayer modi, lokal oder über das Internet. Der Liga-Modus ist eine Art Einzelspielerkampagne, die auch von einer kleinen Story begleitet wird. Hier gilt es, von der untersten Liga bis in die Spitze aufzusteigen. Dazu stehen zunächst fünf Kämpfe an, die einen in der Rangliste nach vorn bringen. Ist der Spieler unter den ersten acht, qualifiziert man sich für das Champion-Turnier, der Sieger davon darf den Champion herausfordern und bei einem weiteren Sieg eine Liga aufsteigen.

Jeder Aufstieg bringt neue Kämpfer und Arenen in das Spiel, dann geht es im Prinzip von neuem los. Die Kämpfe selbst sind in zwei Phasen unterteilt, die erste ist die Feldphase, in der es gilt, seinen Gegner mit einem Angriff wegzuschleudern, die zweite Phase, die Kampfphase, werden Tekken-Fans besonders genießen, denn hier wird nach alter Schule aufeinander eingeprügelt. Um den geschundenen Gegner dann endgültig zu finishen, nutzt man den Synergie-Boost, der den Schaden deutlich erhöht.

Die Pokémon sammeln durch die Kämpfe Erfahrung, die sie bis auf Stufe 100 aufsteigen lassen können. Nach jedem Aufstieg können die Fähigkeiten der Monster vebessert werden. Doch Auswirkungen zeigen die Aufstiege nicht, da sich die Gegner an die Fähigkeiten anpassen und man auch mit unterstufigen Pokémon alle Ligen durchspielen könnte. Das bremst doch etwas die Motivation.

Beim lokalen Multiplayermodus nutzt der eine Spieler den Fernseher als Bildschirm, der andere das Display des Gamepads. Leider geht dabei die Framerate in die Knie und die Darstellung ruckelt immer wieder recht heftig. Besser funktioniert das Ganze über eine Lan-Verbindung mit mehreren Systemen oder eben über das Internet, wo einzelne Matches oder Ranglistenkämpfe warten.

„Pokémon Tekken“ schaut gut aus, die Grafik kann sich wirklich sehen lassen und auch der Sound bietet keinen Grund zum Meckern. Die Einzelspielerkampagne macht am Anfang sehr viel Spaß, jedoch wiederholt sich alles immer wieder und auch der Schwierigkeitsgrad ist einen Tick zu leicht ausgefallen. Der lokale Multiplayerpart ist durch die FPS-Problematik leider verhunzt worden, im Internet machen die Kämpfe aber Laune. „Pokémon Tekken“ ist ein nettes Spiel, bei dem man aber das Gefühl hat, hier wäre mehr drin gewesen.