Sportspiele haben bei Electronis Arts eine lange Tradition und die neue Saison beginnt in der Regel im August. Nachdem es in diesem Jahr kein neues Golf-Spiel gab, machte das Football-Spiel „Madden 17“ den Anfang, kurz darauf folgte „NHL 17“. Bereits seit 1991 veröffentlicht EA Sports das offizielle Spiel der Nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL, jeweils für die aktuellen Systeme. Seit kurzem steht „NHL 17“ für die Xbox One und PS4 in den Läden. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen. Während in den vergangenen Jahren die Neuerungen bei NHL eher marginal waren, soll es in diesem Jahr anders aussehen. Daher konzentrieren wir uns in unserem kleinen Test auch auf die neuen Features und Verbesserungen im Spiel.

Neu im Spiel ist etwa der World Cup of Hockey mit allen Teams, Original-Trikots und Spielern. Hier kann es der Spieler zum Beispiel mit einem europäischen Team mit der Übermacht aus Nordamerika aufnehmen. Eine nette Abwechslung zum virtuellen Liga-Alltag der NHL. Als weiterer neuer Modus steht Draft Champions zur Auswahl, ähnliches kennt man beispielsweise aus „Madden“. Hier werden die Spieler den Teams zugelost, um dann in drei Spielen eine Draft-Meisterschaft auszuspielen. Dieser Modus lässt sich allein oder auch online austragen.

Aus dem General-Manager- wurde in diesem Jahr der Franchise-Modus. Hier leitet der Spieler einen Club, kümmert sich wie gehabt um Spieler-Käufe, Werbung, Arena und so weiter. Neu ist, dass er diesmal dem Clubbesitzer Rechenschaft ablegen muss. Der legt vor der Saison auch die Ziele fest, an die man sich besser halten sollte. Und der Manager hat wirklich eine Menge Arbeit, denn jede Kleinigkeit lässt sich festlegen. Ob Ticket-Preise, die Kosten für Snacks oder der Ausbau der Tribünen und VIP-Bereiche, um alles muss sich der Spieler kümmern. Ob er alles richtig gemacht hat, erfährt er durch die Kommentare der Fans und der Marketingabteilung des Clubs. Um über alles den Überblick zu behalten muss man sich durch eine Menge Menüs klicken, das hätte sicher ein wenig übersichtlicher gestaltet werden können.

Neu ist auch der Team- und Arena-Editor, mit dem sich neue Team-Jerseys entwerfen lassen oder ganze Eishockey-Arenen entwerfen. Praktischerweise funktioniert das auch im Modus EA Sports Hockey League, wo man sich ein komplett eigenes Team basteln kann. Auch bei der Entwicklung des eigenen Spielers hat sich etwas getan. So gibt es nun eine Art Level-System. Durch Spiele, erzielte Tore oder das Absolvieren anderer Aufgaben lassen sich die Werte hier steigern.

Auch beim Ultimate Team, ein Modus der immer beliebter zu werden scheint, gibt es etwas Neues. Die Hut-Synergie teilt die Spieler hier in bestimmte Kategorien ein, wie harter Verteidiger oder zielsicherer Distanzschütze. Stehen mehrere Spieler der gleichen Kategorie auf dem Eis, wird die Spielweise des ganzen Teams darauf ausgerichtet.

Beim Gameplay selbst hat sich nicht viel geändert, aber das lief ja auch im Vorjahr schon wirklich prima. Um Nuancen wurden hier aber auch einige Funktionen wie das Passspiel verbessert. Auch die Torwarte, in den vergangenen Jahren oftmals Grund zur Kritik, wurde ein wenig verbessert. Das gilt auch für die Präsentation der Spiele. So haben die beiden Sportreporter Dock Emrick und Eddy Olczyk einige neue Kommentare auf Lager, die Arenen wirken nun noch lebendiger dank neuer Details wie den Maskottchen der jeweiligen Teams. Und auch die Fans machen nun noch mehr Stimmung.

„NHL 17“ bietet einige Neuerungen, die das Spiel spürbar verbessern oder einfach mehr Spaß und Abwechslung bringen. Neben der gewohnt guten Grafik und dem tollen Sound ist auch das Gameplay wie in den Vorjahren nicht zu bemängeln. Einziger Kritikpunkt wäre vielleicht die KI der Abwehr, da könnte EA im kommenden Jahr nochmal Hand anlegen, aber ansonsten bekommt der Verkäufer eine geniale Eishockey-Simulation, die wirklich Spaß macht und mit den verschiedenen Spielmodi auch genug Abwechslung bietet.