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Bereits im Jahr 2010 erschien „Mount & Blade“ für den PC und der Genre-Mix konnte flott eine treue Fan-Gemeinde an sich binden. Dank verschiedener Mods wird auch heute noch regelmässig gespielt. Im Game geht es darum, vom einfachen Mann bis zum König aufzusteigen. Und nun ist das Spiel von TaleWorlds erstmals auch für die Xbox One und die PS4 erschienen. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Man nehme ein wenig Rollenspiel, ein gutes Stück Strategie und ein wenig Hack'n'Slay, mische alles kräftig durch und erhält schließlich „Mount & Blade: Warband“. Beim Starten des Spiels fällt gleich auf, dass sich an der Grafik des mittlerweile sechs Jahre alten Spiels nichts geändert hat. Dafür glänzt das Spiel mit einer auf Konsole einmaligen Spieltiefe.

Zu Beginn des Spiels, wie sollte es anders sein, wird ein Charakter erstellt. Der Spieler beantwortet eine ganze Reihe an Fragen mit mehreren Antworten zur Auswahl und legt so die Eigenschaften seines Kämpfers fest. Jede Antwort hat Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf, also sollte man sich gut überlegen, wofür man sich entscheidet.Zumal auch das Tutorial ziemlich dürftig ausgefallen ist und neben den Kampfstilen kaum etwas erklärt.

Dann kann es auch schon losgehen. Eine Geschichte gibt es nicht und sobald man die Weltkarte zum Reisen nutzen kann, darf der Kontinent Calradia nach Lust und Laune erkundet werden. In Orten rekrutiert man die ersten Soldaten für seine Armee. Und die ersten kleineren Scharmützel lassen nicht lange auf sich warten. Befehle lassen sich bequem per Steuerkreuz erteilen und mit der richtigen Taktik ist der Feind schnell erledigt. Und der Spieler selbst kann auch das Schwert schwingen und in den Kampf eingreifen. Die Kämpfe gehen nach einem hohen Grad an Relismus vor, so gibt es keine Zauberer oder Hexenmeister.

Nach und nach wächst die Armee immens an und das birgt nicht nur Vorteile. Ein großes Heer verlangt auch nach entsprechenden Mengen Verpflegung. Und das Geld ist immer grundsätzlich knapp. Zwar bringen Quests und der Verkauf von Beute ein wenig Bares in die klammen Kassen, das reicht aber nicht immer aus. Und so kann die Kampfmoral der Soldaten ganz schnell sinken. Greift man das nächste Dorf an, um Beute zu machen? Oder hat man gerade erst dort die eigenen Soldaten rekrutiert? Niemand greift gern seine eigene Heimat an.

Die ständig vorangehende Politik des Kontinents kann der Spieler über eine Art Logbuch im Auge behalten. Neben dem offenen Spiel gibt es auch eine umfangreiche Auswahl an Multiplayer-Modi. Hier gibt es vom allseits beliebten Death-Match bis zur Burgeroberung für 32 Spieler.

„Mount & Blade: Warband“ kann richtig viel Spaß machen, wenn man sich erstens nicht an der Grafik und dem Sound, die nicht dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, stört und zweitens bereit ist, einige Stunden zu investieren, um sich in das Spiel hereinzufuchsen, denn das Tutorial ist alles andere als hilfreich. Dann allerdings bekommt der Spieler eine Mittelalter-Simulation, die ihres Gleichen sucht. Mit immensen Möglichkeiten und völlig freiem Spiel.