Im Jahr 2008 veröffentlichte Electronic Arts das Spiel „Mirror's Edge“ von Digital Illusions für die Xbox 360 und die PS3. Die Mischung aus Action-Adventure, Jump'n'Run und Ego-Shooter kam sowohl bei den Spielern als auch bei den Kritikern sehr gut an. Es folgten Umsetzungen für Windows, iPhone, iPad und Windows Phone 8. Und die Fans warteten ungeduldig auf eine Fortsetzung, die schon 2009 angekündigt wurde. Zwei Jahre später schien es so, dass der Titel eingestellt worden wäre, doch 2013 gab es dann eine offizielle Ankündigung seitens EA auf der E3. Nun endlich ist es so weit, „Mirror's Edge: Catalyst“ steht für Xbox One, PS4 und PC in den Läden. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Wir erinnern uns alle gern an Faith, die, sportlich wie sie war, ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Paracourssport, nachging. Und nun sehen wir sie wieder, allerdings nicht so wie erwartet, denn Faith sitzt im Gefängnis und macht einen gequälten und ausgelaugten Eindruck. Doch unsere Heldin kommt frei und wir übernehmen wieder die Kontrolle über Faith. Ikarus, ein anderer Parcours-Runner nimmt Kontakt mit Faith auf und bringt sie zu Noah, ihrem alten Lehrmeister. Und der hat auch gleich einen Auftrag für sie, Faith soll ein Run zu ihrem Freund Birdman führen.

Während nach und nach die Gründe für Faiths Verhaftung enthüllt werden, erfährt der Spieler auch Näheres über Kruger, der mit seinen Verbündeten die Stadt beherrscht und den Diktator heraushängen lässt. Und dann ist da noch eine dritte Partei, deren Beweggründe noch völlig unbekannt sind. Es gibt für Faith also wieder einiges zu tun, und statt dies in festgelegten Leveln zu erledigen, steht ihr nun eine offene Welt zur Verfügung.

Und so klettert Faith Wände entlang, springt über Dächer und hüpft gekonnt über Abgründe während sie zahlreiche Missionen erledigt. Damit sich die Gute dabei nicht verläuft, wurde sie mit dem Navigationssystem Runners Vision ausgestattet, das nicht nur die Richtung anzeigt, sondern auch interaktive Objekte markiert. Gekämpft wird auch, dabei verhelfen Combos von Angriffen und Ausweichmanövern schnell zum Sieg. Erfolgreiche Missionen ergeben die Möglichkeit, Faith besser auszustatten und die Fähigkeiten zu erweitern. Wer nicht gern allein über die Dächer springt, kann auch online mit Freunden ein Wettrennen organisieren.

Optisch schaut „Mirror's Edge: Catalyst“ richtig gut aus und auch der Sound kann sich hören lassen. Die Steuerung ist okay, setzt aber auf Präzision was auch mal schnell für Frust sorgen kann. Die Story ist durchaus spannend und man könnte sich die Geschichte auch gut in einem Film vorstellen. Leider bieten die Missionen in der offenen Welt zu wenig Abwechslung um dauerhaft zu fesseln. Nach so einer langen Zeit habe ich da ein wenig mehr erwartet. Trotzdem ist „Mirror's Edge: Catalyst“ einen Blick wert.