Bereits seit 1986 gibt es die Spielereihe „Metroid“ von Nintendo. Zunächst konnte man das Game auf dem NES spielen. In den folgenden Jahren erschienen Fort- und Umsetzungen sowie Spin-offs wie „Metroid Prime“ oder „Metroid Fusion“ für die jeweils aktuellen Spielsysteme von Nintendo. Lediglich der N64 kam nie in den Genuss eines Metroid-Spiels. Nun steht mit „Metroid Prime: Federation Force“ der neueste Titel der Serie in den Läden. Wir haben uns das 3DS-Spiel angesehen.

Der Spieler übernimmt die Rolle eines Neulings in der „Metroid Prime: Federation Force“. Die kämpft im Weltall gegen allerlei Übles. Bevor es in den Kampf geht, steht erst einmal eine Art Eignungstest an. Dieser dient gleichzeitig als Tutorial, um sich mit der Steuerung und weiteren Details vertraut zu machen. Danach geht es nicht ins Bermuda-Dreieck, sondern ins gleichmanige Sternensystem, um auf einigen Planeten nach dem Rechten zu sehen. Und was man hier findet, sind keine guten Vorzeichen. Offenbar war Samus Aran nicht so erfolgreich, wie zunächst angenommen, denn die Weltraumpiraten schmieden bereits an einem Plan, um gewaltig zurückzuschlagen.

Die Geschichte wird weitestgehend über Texte erzählt, schöne Cutscenes sind eher Mangelware. Nun kann der Spieler auf drei Planeten verschiedene Missionen erfüllen, in denen neben Kämpfen geben Aliens und Invasionstruppen auch einige Rätsel zu lösen sind. Und hier spielt das Spiel seine Stärken aus, denn sowohl die Steuerung als auch die Kämpfe bis hin zu den Schleichmissionen sind fabelhaft umgesetzt.

Ein wichtiges Utensil bei den Missionen ist der mechanische Anzug des Spielers, der praktischerweise mit einem Jet-Pack daherkommt. Dieser lässt den Spieler für kurze Zeit schweben, was enorm hilfreich dabei ist, Gegenstände zu finden. Chips, die man während der Missionen findet, dienen dazu, den Anzug weiter zu verbessern. Mal gibt es eine bessere Panzerung, mal die Möglichkeit, mehr Munition tragen zu können. Zu Beginn darf man einen dieser Chips anwenden, zwei weitere Slots werden im Laufe des Spiels freigeschaltet. Auch bei den Waffen hat der Spieler die Qual der Wahl und man sollte sich genau überlegen, welchen Ballermann man in das Inventar legt.

Und wen die abwechslungsreichen Missionen müde machen, den erwartet das Spiel Blast Ball quasi als Ausgleichssport. Hier versuchen zwei 3er-Teams, einen Ball in das jeweils gegnerische Tor zu befördern. Eine nette Dreingabe.

Die Grafik auf dem mittlerweile doch schon etwas betagten 3DS schaut wirklich beeindruckend aus und passt gut zu den vorangegangenen Titeln. Auch die 3D-Effekte können gefallen. Die Musik ist klasse und auch die restliche Soundkulisse kann sich hören lassen. An der Steuerung gibt es nichts auszusetzen und die vielen Missionen bieten jede Menge Abwechslung. Tolles Spiel und ein würdiger Vertreter einer legendären Game-Serie.