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Im Jahr 2007 erschien der dystopische Roman „Metro 2033“ vom russischen Autor Dmitri Alexejewitsch. Die Geschichte dreht sich um das Leben im von einem Atomkrieg zerstörten Moskau, das hauptsächlich in den Tunneln der Metro stattfindet. Drei Jahre später wurde das gleichnamige Computerspiel veröffentlicht. Der Ego-Shooter überzeugte Spieler und Kritiker und weitere drei Jahre später folgte mit „Metro: Last Light“ die Fortsetzung. Nun steht mit „Metro: Exodus“ der dritte Teil für die Xbox One, PS4 und PC in den Läden. Entwickelt bei 4A Games und vertrieben von Deep Silver. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.


Bei einer Fahrt mit der Metro sieht der Spieler im Vorspann, wie sich Moskau in den letzten zwanzig Jahren seit dem Atom-Krieg verändert hat. Das sieht beeindruckend aus und sorgt gleich für die richtige Stimmung. Der Spieler übernimmt erneut die Rolle des Überlebenden Artjom, der mit vielen anderen im Untergrund der Moskauer Metro lebt. Dort haben sich mittlerweile kleine Städte mit entsprechender Infrastruktur gebildet und jeder trägt seinen Teil dazu bei, damit alles läuft.

Allerdings droht auch weiterhin Gefahr von mutierten Wesen und marodierenden Banden und Soldaten. Artjom jedoch zieht es immer wieder an die verseuchte Oberfläche, um vielleicht doch eine Stadt zu finden, in der Leben noch möglich ist. Und als er den Hinweis bekommt, dass tatsächlich ein Ort existiert, an dem Menschen an der Oberfläche leben können, hält ihn nichts mehr und er macht sich auf die Suche.

Basierend auf dem dritten Buch „Metro 2035“ wird die spannende Geschichte weitererzählt. Abseits der Hauptmissionen wird erkundet, gesammelt und geplündert, dazu hilft man immer wieder anderen Überlebenden. Und das ist nicht unwichtig, denn so bekommt man lebenswichtige Ressourcen. Munition ist ebenso rar wie neue Filter für den Atemschutz, ohne den in den verseuchten Gebieten ganz schnell die Lichter ausgehen.

Geschossen wird natürlich auch, „Metro: Exodus“ ist schließlich im weitesten Sinne ein Ego-Shooter, allerdings hat man zumeist auch die Möglichkeit, den Ballereien aus dem Weg zu gehen. Das ist oftmals sinnvoll, denn nicht nur die Munition ist unglaublich knapp, auch der Schwierigkeitsgrad ist hier knackig hoch. Dank Anzeige, die uns warnt, wenn der Feind uns sehen könnte, ist das Schleichen fast noch spannender. „Metro: Exodus“ ist zwar kein wirkliches Open-World-Spiel, aber einige Passagen bieten doch ziemlich viel Freiraum.

„Metro: Exodus“ überzeugt vor allem mit seiner spannenden Story und den unglaublich detailliert in Szene gesetzten Orten, die es zu entdecken gilt. Einfach drauflos ballern führt selten zum Erfolg, schleichen schon eher. Die Steuerung hätte dagegen durchaus etwas weniger hakelig ausfallen dürfen, Atrjom bleibt immer wieder an kleinsten Gegenständen hängen. Der Soundtrack des Spiels überzeugt wiederum in jeder Szene, die deutsche Synchronisation hat Luft nach oben. Aber trotz der Nagativpunkte ist „Metro: Exodus“ ein richtig spannendes Spiel geworden, dass viele Stunden lang Spaß macht. Unbedingt anspielen.