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von Bert Werner


Zehn Jahre ist es her, dass BioWare das Spiel „Mass Effect“ veröffentlicht hat. Der Spieler übernahm die Kontrolle über Commander Shephard, der wahlweise weiblich oder männlich daherkam. Mit ihm oder ihr zog man in den Kampf gegen die außerirdische Rasse der Reaper, die jedes intelligente Leben in der Galaxis auslöschen wollte. Im zweiten Teil, der 2010 erschien, ging der Kampf gegen die Reaper in die nächste Runde. Der dritte Teil bildete dann 2012 den Abluss der sogenannten Reaper-Trilogie. Weiterhin sind zwei Mobile-Ableger, „Mass Effect Galaxy“ und „Mass Effect Infiltrator“ erschienen. In diesem Jahr erschien dann endlich der langerwartete vierte Teil der Serie, der einen neuen Start versprach. „Mass Effect Andromeda“ ist für die Xbox One, PC und die PS4 erschienen. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.


Im Vergleich zu den Vorgängern kommt „Mass Effect Andromeda“ gleich bei der Charaktererstellung mit mehr Rollenspielelementen daher. Der Spieler kann sich nicht nur für eine Charakterklasse entscheiden, sondern kann mit Punkten seine Fähigkeiten selbst bestimmen. Die Wahl ist nicht endgültig, sondern lässt sich ändern, was zum Ausprobieren verschiedener Einstellungen einlädt, um die optimale Variante zu finden.


Nach all den Kriegen wollen die verschiedenen Rassen in unserem Universum nur eines, in Frieden leben. Also planen sie die Reise in eine neue Galaxie, Andromeda. Laut dem Pathfinder, einem Wissenschaftler namens Alec Ryder, sind die Lebensbedingungen in diesen „goldenen Welten“ ideal. Also lassen sich Menschen, Asari, Kroganer und andere in einen 600 Jahre andauernden Kälteschlaf versetzen, um die lange Reise nach Andromeda zu überstehen. Doch in dieser Zeit hat sich einiges geändert und die schlafenden erwachen in allem anderen, nur nicht im vorausgesagten Paradies. Außerdem werden die Siedler von der Spezies Klett angegriffen. Der Spieler übrnimmt nun die Rolle von Ryder, dem Sohn oder der Tochter, je nach Wahl, des Pathfinders und ist dessen Nachfolger.


Sind die ersten Aufgaben gelöst, winkt als Belohnung die Tempest, ein eigenes Raumschiff, das viele Möglichkeiten bietet. So kann man damit auf die Suche nach besiedelbaren Planeten gehen, bekommt für die Story wichtige emails und entwickelt auf der Forschungsstation neue Waffen und Rüstungen. Außerdem bietet sich an Bord die Interaktion mit anderen Charakteren an, um diese besser kennenzulernen.


Um die Planeten zu erkunden steht ein Nomad zur Verfügung, eine Art Pistenfahrzeug, das die Insassen vor der unbekannten Umwelt schützt. Denn bevor es möglich ist, einen Planeten zu besiedeln, muss zunächst die Atmorphäre gereinigt und eventuelle Strahlung beseitigt werden. Dazu gibt es überall zahlreiche Missionen zu entdecken. Hat man alles erledigt, kann eine Kolonie gegründet werden, die ihren Fokus auf Forschung oder Militär legen kann. Die Planeten bieten jede Menge Abwechslung, von heißen Sandwüsten über verschneite Landschaften bis zu dichtem Dschungel.


Kommt es schließlich zum Kampf, schaltet das Rollenspiel auf Thrid-Person-Shooter um. Und das klappt richtig gut und macht deutlich mehr Spaß als bei den Vorgängern, denn die Steuerung hat sich in diesem Bereich deutlich verbessert. Auch ein kleiner Multiplayerpart hat es in das Spiel geschafft. Zu viert kämpft man hier gegen ganze Scharen von Gegnern. Die Spielfigur wird vorher selbst erstellt, Name, Waffen und Rüstung ausgesucht, dann geht es in den Kampf.


„Mass Effect Andromeda“ braucht ein paar Stunden, um in Schwung zu kommen und wirkt zu Beginn ein wenig zäh, aber dann macht die Mischung aus Rollenspiel und Shooter richtig viel Spaß und die Serie findet durchaus zu alter Stärke zurück. Schöne Grafik, toller Sound und eine rundum gelungene Steuerung tun ihr übriges. Einige Bugs wurden mittlerweile ausgebessert, andere werden sicher auch noch gepatcht. Und so macht es immer mehr Spaß, fremde Planeten zu erforschen und bewohnbar zu machen.