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Kaum war die Technis der Videospiel so weit, dass es auswechselbare Module für die Konsolen gab, wurden Sportspiele, im Vergleich zu den Pong-Varianten, deutlich realistischer. Schon auf dem Atari VCS konnte der amerikanische Nationalsport auf dem heimischen TV gezockt werden. Aber erst, als Heimcomputer erschwinglich wurden, durfte auch mit echten Stars und Clubs gespielt werden. Im Jahr 1988 ging mit dem Spiel „John Madden Football“ eine neue Serie an den Start, die bis heute regelmäßig veröffentlicht wird. Und seit dem ist nahezu jedes aktuelle System in den Genuss einer Madden-Version gekommen. Dazu gehören unter anderem der Apple II, C64, Mega Drive, Game Boy, Game Gear, SNES, GameCube, Xbox, Playstation, iOS und Android. Nicht unerwähnt bleiben sollte der „Madden-Fluch“. Währen in den ersten Varianten der ehemalige Coach und NFL-Kommentator John Madden de jeweiligen Cover zierte, wird seit 1999 jeweils ein Spieler abgebildet. In jedem Jahr war eben jener Spieler vom Pech verfolgt, verlor seine Form, erkrankte oder zog sich Verletzungen zu. In diesem Jahr ist Tom Brady von den New England Patriots der Coverathlet von „Madden 18“, hoffen wir, dass er gut durch die Saison kommt. Pünktlich zum Start der neuen NFL Saison steht „Madden 18“ in den Läden. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Auch bei uns in Deutschland wird das Interesse an den Spielen der NFL immer größer und das bezieht sich schon seit langem nicht nur auf den Superbowl. Und so warten die Fans auch jedes Jahr erneut auf das aktuelle Spiel, das ab sofort erhältlich ist. Aber lohnt sich ein Kauf, wenn bereits Madden 17 das Spieleregal ziert? Immerhin sind im letzten Jahr sehr viele Verbesserungen im Spiel vorgenommen worden.

Das ist in diesem Jahr allerdings nicht der Fall, im spielerischen Bereich sind allenfalls Nuancen an Verbesserungen zu finden. Mehr getan wurde an der Spielbalance, gestärkt wurde die Verteidigung der KI-Teams. Neu im Spiel ist ein Arcade-Modus, der sich vorzüglich für Einsteiger eignet, die nicht gleich mit Taktik-Optionen erschlagen werden wollen. Madden-Veteranen hingegen finden unzählige Möglichkeiten, die eigene Taktik in jedem Spiel anzupassen und durch geschickte Spielzüge den Gegner in die Knie zu zwingen.

Aber auch optisch hat sich einiges getan. Hauptgrund dafür ist der Umstieg auf die Frostbite Engine, was bei „Fifa“ ja im vergangenen Jahr schon gut geklappt hat. Das ohnehin schon grafisch herausragende „Madden 17“ wurde da nochmals übertroffen und den Spieler erwartet ein wahrer Augenschmaus mit noch besseren Animationen und noch mehr Details. Und wo wir schon bei „Fifa“ sind, da trumpfte man im vergangenen Jahr mit einem Storymodus auf. Der findet sich unter dem Namen „Longshot“ nun auch in „Madden“. Der Spieler übernimmt hier die Rolle des aufstrebenden Quarterbacks Devin Wade, dessen Ziel es ist, es in die NFL zu schaffen. Die Story dabei erinnert durchaus an bekannte Sportfilme, die man im Kino gesehen hat und auch die Präsentation des Ganzen kann da durchaus mithalten.

Wie immer gilt, wer schon einen der letzten Vorgänger gespielt hat, findet sich mit der nahezu perfekten Steuerung sofort prima zurecht. Alle anderen dürften aber keine Probleme haben, sich sehr schnell in die Materie einzuarbeiten.

Ich muss zugeben, ich hätte ein paar mehr Neuerungen im Gameplay erwartet, aber da ist sehr wenig zu finden. Trotzdem ist „Madden 18“ für jeden Football-Fan ein Pflichtkauf. Allein der Storymodus ist einfach herausragend, macht unheimlich viel Spaß und ist kinoreif präsentiert worden. Dazu kommt der neue Arcade-Modus, der auch erfahrenen Madden-Spielern durchaus ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Grafisch ist das Spiel mit der neuen Frostbite Engine eine Wucht, der Sound vom Klang im Stadion bis zu den Kommentatoren ist genial. Dazu kommt die tolle Steuerung und Optionen und Spielmodi bis zum Abwinken. „Madden 18“ ist für mich das perfekte Football-Spiel auf der Xbox One und hat sich unsere Höchstwertung redlich verdient. Wie will man das im kommenden Jahr toppen?