Nextgengamers net
Games, Movies and more
 
 
 

Im Mai 2011 veröffentlichte Rockstar Games das Spiel „L.A. Noire“. Zunächst als Exklusivtitel für die PS3 angekündigt, erschien es auch für die Xbox 360 und den PC. Seit einigen Wochen ist nun eine angepasste Version des Spiels für die Xbox One, PS4 und Nintendo Switch erhältlich. Zeit für uns, erneut auf die Tätersuche zu gehen.


Cole Phelps, Hauptakteur des Spiels, hat als Soldat im zweiten Weltkrieg gedient und dort traumatische Erlebnisse gehabt. Einzelheiten dazu werden zwischen den Fällen in Rückblenden erzählt. Nach dem Krieg kehrte Phelps der Armee den Rücken und wurde Polizist in L.A., wo er mit einem Partner Streife fährt. Durch gute Leistungen wird er schon bald zum Detective befördert und kümmert sich fortan um schwerere Fälle. Zunächst im Verkehrsdezernat, später dann in der Mordkommission und bei der Sitte. Und im Los Angeles Ende der 40er Jahre gibt es zahlreiche Morde aufzuklären. Phelps wird in der Regel mit seinem Partner zum Tatort gerufen, bekommt dort die ersten Informationen von der Streife und dem Gerichtsmediziner und kann dann verschiedene Zeugen befragen, das Opfer untersuchen, oder in der Gegend nach Beweisen schauen. Mit den erhaltenen Informationen geht es dann weiter, verschiedene Orte, die relevant sind, werden be- und durchsucht, Beweisstücke gesammelt und Verdächtige verhört. Einige müssen zunächst verfolgt werden, was eine Jagd über die Hausdächer oder eine Verfolgung mit dem Auto zur Folge haben kann.


Hat man den Täter lebend erwischt, gilt es, ein Geständnis im Verhör zu bekommen. Hierzu können verschiedene Fragen ausgewählt werden. An Hand des Gesichtsausdrucks versucht der Spieler nun, den Verdächtigen beim Lügen zu ertappen, hat er schon die entsprechenden Beweise kann er ihn auch gleich der Falschaussage bezichtigen, andernfalls bleibt nur die Option, die Aussage anzuzweifeln, was aber auch oft zu weiteren Informationen führt. Und hier gibt es einen Unterschied zur Urfassung des Spiels. Denn die Optionen „Wahrheit“ oder „Anzweifeln“ wurden in „Good Cop“ und „Bad Cop“ geändert, was das Ergebnis besser beschreibt. Packt der Täter aus, ist der Fall gelöst, es gibt Lob vom Boss und eventuell wartet die nächste Beförderung, ganz sicher aber der nächste Fall, von denen 21 zur Verfügung stehen. Über Funk kommen auch immer Infos über kleinere Verbrechen, antwortet der Spieler, kann er den Täter dingfest machen, als kleines Zwischendurch-Häppchen. Wie bei Rockstar üblich, darf auch wieder entdeckt oder gesammelt werden, so gibt es 100 versteckte Autos oder einige Sehenswürdigkeiten auf der To-Do-Liste.


„L.A. Noire“ war vor knapp sieben Jahren ein tolles Spiel und das ist es auch heute noch. Zwar merkt man der aufgepeppten Grafik ihr Alter hin und wieder an, trotzdem sieht das Spiel nach wie vor klasse aus, es gibt nun wesentlich mehr Details zu sehen und die Texturen sind ein Augenschmaus. Die Fälle selbst sind ultraspannend und es macht riesigen Spaß, die Tatorte nach jeder noch so kleinen Spur zu durchsuchen und anschließen die Verdächtigen in einem Verhör ordentlich in die Mangel zu nehmen. Absolutes Highlight ist nach wie vor die wunderbare englische Synchronisation, die absolut Lippensynchron ist und sich vor Filmen nicht zu verstecken muss. Überhaupt sind die Gesichtszüge der Charaktere fantastisch animiert, was auch bei den Verhören wichtig ist, da man hier die Reaktionen der Verdächtigen auch schon mal im Gesicht ablesen kann. Einfach ein rundum tolles Spiel, dass ich erneut nur weiterempfehlen kann.