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geschrieben von Dirk Kons


Im Jahr 2011 veröffentlichte THQ den Ego-Shooter „Homefront“, der nach einer nordkoreanischen Invasion in den USA spielt. Die Story dazu kam von keinem Geringeren als John Milius, der unter anderem das Drehbuch zu „Apocalypse Now“ schrieb und auch Filme wie „Die rote Flut“ oder „Conan – Der Barbar“ inszenierte. Bereits für 2013 kündigte THQ eine Fortsetzung des Spiels an, doch in diesem Jahr kam durch Insolvenz das Aus für den Publisher. Crytek sicherte sich die Rechte an „Homefront“ und begann im Studio in Nottingham mit der Entwicklung. Aber dann geriet Crytek selbst in finanzielle Schwierigkeiten und so kam es,. Dass die Rechte erneut den Besitzer wechselten, diesmal schlug Koch Media zu. Die neu eröffneten Dambuster Studios übernahmen einige Mitarbeiter des mittlerweile aufgelösten Crytek Studios und die Entwicklung konnte endlich fortgesetzt werden. Seit ein paar Wochen steht nun „Homefront: The Revolution“ in den Läden. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Wir befinden uns in einer fiktiven Zukunft, Amerika hat Unmengen von nordkoreanischen Waffen importiert, was nicht nur die eigene Wirtschaft schwächt, sondern einem fiesen Plan Tür und Tor geöffnet. Im Jahr 2025 schaltet Norkorea die Waffen per Fernsteuerung ab und startet eine Invasion in den USA. Das Land steht nun unter der Militärherrschaft der Nordkoreaner, die bestrebt sind, wirklich alles zu kontrollieren. Aber wie das in besetzten Ländern immer der Fall ist, formiert sich Widerstand, doch der Anführer gerät in Gefangenschaft. Und seine Rettung hat nun absolute Priorität.

Der Spieler übernimmt nun die Rolle von Brady, einem unerfahrenen Mitglieds des Widerstands. Neben der Rettung des Anführers gilt es auch, die nordkoreanischen Truppen aus Philadelphia zu vertreiben. Nach einem kurzen Tutorial, das den Spieler mit der Steuerung vertraut macht, geht es gleich ans Eingemachte. Ziel ist die sogenannte Rote Zone, ein weitestgehend zerstörter Teil der Stadt, in dem es keine Zivilisten mehr gibt, der aber vor nordkoreanischen Truppen nur so wimmelt.

Auf Brady warten zahlreiche Aufgaben, erfolgreiche Missionen lassen ihn in der Hierarchie aufsteigen. Mal muss ein Gebäude eingenommen werden, Ausrüstung des Feindes wird sabotiert und es wird reichlich geballert. In den gelben Zonen leben noch Zivilisten, das bedeutet, dass man sich hier leichter verstecken kann, Schusswaffen aber nur zu Not eingesetzt werden sollten. Durch Abschluss von Missionen gibt es Geld, auch gefundene Gegenstände lassen sich verkaufen. Mit der Kohle lassen sich etwa Waffen upgraden.

Überhaupt ist man beim Gebrauch von Waffen kreativ. Da wird schon mal ein Sprengsatz auf ein ferngesteuertes Fahrzeug gepappt und unter ein feindliches Fahrzeug gefahren. Jedoch ist der Schwierigkeitsgrad knackig hoch. Und wem das alles allein zu anstrengend ist, der kann sich auch am Koop Modus versuchen. Hier stehen verschiedene Charaktere zur Auswahl, die auf Grund ihrer früheren Berufe entsprechende Talente haben. Auch hier gilt es nun, mit drei Mitspielern bestimmte Aufgaben zu erfüllen.

„Homefront: The Revolution“ punktet, wie auch schon der Vorgänger, mit einer filmreifen Story, kommt ansonsten als solider Ego-Shooter mit einer nahezu offenen Welt daher. Grafik, Sound und Steuerung bieten keinen Grund zum Meckern, nur die Aufgaben könnten ein wenig mehr Abwechslung bieten. Der doch recht knackige Schwierigkeitsgrad wiederum hat mir gut gefallen. Alles in allem ist „Homefront: The Revolution“ durchaus gelungen und macht vor allem in der Kampagne viel Spaß.