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Mit „Halo – Kampf um die Zukunft“ erschien im Jahr 2001 eines der wichtigsten Spiele für die damals neue Spielkonsole Xbox von Microsoft. Vor einem Jahr erschien dann „Halo – The Master Chief Collection“ für die Xbox One mit den Titeln Halo 1 bis 4 in remasterten Versionen. Das war eine passende Vorbereitung auf den fünften Teil der Serie, der seit Ende Oktober im Handel ist. Das, mit einigen Ablegern, neunte Spiel der Serie ist exklusiv für die Xbox One erschienen. Wir haben uns das Spiel angesehen.

Nach dem wohl bekannten Ende von Halo 4 ist der Master Chief in tiefer Trauer, da sich Cortana opferte, um ihn zu retten. Als er jedoch ein kleines Lebenszeichen vernimmt, macht er sich mit seinem Team gleich auf die Suche, allerdings ohne jegliche Genehmigung. Das sehen seine Vorgesetzten gar nicht gern und lassen ihn von Agent Locke und seiner Crew jagen. Wer nun mit Halo 5 einsteigt, wird einen großen Teil der Handlung nicht verstehen, da die Geschichte auf den Vorgängern aufbaut. Zum Auffrischen bietet sich da die Master Chief Collection an. Eine kleine Einführung für Neulinge, nach dem Motto „was bisher geschah“, wäre sinnvoll gewesen, fehlt aber leider.

Dafür ist die Kampagne wieder einmal richtig stark geworden. Aufgeteilt in 15 Missionen geht es hier heftig zur Sache. Und da gibt es gleich noch eine Neuerung, denn es lassen sich beide Teams steuern, die aus jeweils vier Mitgliedern bestehen, angeführt von Locke und dem Master Chief. Dabei obliegt es dem Spieler, die jeweiligen Stärken der Team-Mitglieder am Besten zu nutzen und taktisch klug vorzugehen. Sind keine Mitspieler verfügbar, übernimmt die KI die Steuerung der anderen und macht die Sache wirklich ordentlich. Per Steuerkreuz lassen sich hier Befehle erteilen.

Und da ist schnelles Handeln gefragt, denn der Spieler bekommt es mit regelrechten Horden von Feinden zu tun und die handeln immer wieder unterschiedlich, so dass ständig neue Strategien gefragt sind. Das ist manchmal ein wenig stressig, aber extrem spannen und jagt den Adrenalinspiegel nach oben. Aber unsere Truppe hat auch den einen oder anderen Trumpf im Ärmel, etwa die Jetpacks, mit denen sich so manches Hindernis aus dem Weg räumen lässt.

Die Steuerung ist, wie man es aus den Vorgängern kennt, erstklassig, da gibt es nichts zu kritisieren. Die Geschichte wird wie gewohnt mit filmreifen Cut-Scenes weitererzählt, dazu gesellt sich ein bombastischer Soundtrack, wobei das Spiel jeder Zeit flüssig mit 60 FPS läuft. Und natürlich darf auch ein Mehrspielermodus nicht fehlen. Hier gibt es einmal die Arena, quasi für die schnelle Schlacht unter acht Spielern zwischendurch. Hier werden die üblichen Verdächtigen wie Capture-the-Flag oder Team-Deatch-Match geboten. Dass gibt es noch Kriegsgebiet, das eine offene Spielwelt bietet. Hier treten jeweils zwölf Spieler gegeneinander an, wobei der Ausgangspunkt die heimische Basis ist, die es zu verteidigen gilt. Die Basis der Gegner muss hingegen erobert werden. Doch der Weg dahin ist mit unzähligen anderen Feinden gespickt, die beide Teams angreifen.

Halo 5 ist für mich eines der besten Spiele, die bislang in diesem Jahr für die Xbox One erschienen sind und ganz sicher der beste Ego-Shooter für die Konsole. Tolle Grafik, bombastischer Sound samt gelungener deutscher Synchro, eine fordernde Kampagne mit Kriegsgebiet ein wirklich geiler Multiplayer-Modus und die gewohnt perfekte Steuerung, was will man mehr?