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Wenn man in den guten alten 80ern oder 90ern ein Rennspiel spielen wollte, suchte man sich in der Regel ein Auto aus und dann konnte es los gehen. Dinge wie Einstellungen, Tuning oder Reifenwahl war nur ganz wenigen Simulationen vorbehalten, zumeist ging es in Arcade-Racern zur Sache. Das ist in den letzten Jahren allerdings zu einer bedrohten Spielart geworden, denn die Simulationen, je realistischer, desto besser, haben die Oberhand gewonnen. Abhilfe soll das das Spiel „Grip: Combat Racing“ schaffen, das beim Team von Caged Element entstanden und vor EuroVideos Label Wild River vertrieben wird. Wir haben uns das Spiel auf der PS4 angesehen.


Dreht man die ersten Runden bei „Grip Combat Racing“, fallen unweigerlich Ähnlichkeiten zu „Mario Kart“ auf, allerdings geht es hier nicht nur deutlich ruppiger, sondern auch wesentlich schneller zur Sache. Angesiedelt sind die Rennen in einem futuristischen Ambiente. Die Fahrzeuge erreichen Geschwindigkeiten jenseits der 700 mp/h und sind mit riesigen Reifen ausgestattet, die das Titel gebende Grip rechtfertigen. Ein Überschlag? Kein Problem, dank der Riesenpneus wird auf dem Kopf weitergefahren, was auch an Wänden möglich ist.

Die Fahrzeuge kommen dabei völlig unterschiedlich daher. Es gibt kleine wendige Flitzer und auch dicke, gepanzerte Boliden, die zwar träger sind, dafür aber auch deutlich mehr einstecken können. „Combat Racing“ wird hier nämlich wörtlich genommen. Alle Fahrzeuge sind bewaffnet und während der Fahrt können die verschiedensten Power-Ups eingesammelt werden. Das reicht von der Schusswaffe bis zur wärmesuchenden Rakete, mit der man den Konkurrenten einheizen kann.

Insgesamt sind 22 Strecken im Spiel enthalten, die sich auf vier verschiedenen Planeten befinden. An Spielmodi stehen eine Einzelspielerkampagne und verschiedene Online- und Offline-Multiplayermodi zur Auswahl.

„Grip Combat Racing“ ist der inoffizielle Nachfolger des 90er Jahre Racers „Rollcage“ und lässt auch gleich das alte Rennfeeling aufkommen, das eben nur solche Funracer boten. Die Steuerung ist schnell verinnerlicht und geht fortan gut von der Hand. Die Grafik schaut nett aus und auch an Sound gibt es nichts auszusetzen, was auch für den gelungenen Soundtrack gilt, der ebenso futuristisch klingt, wie das Setting aussieht. Am meisten Spaß macht das Spiel mit ein paar Freunden per Splitscreen. Nettes Spiel, das ich nur weiterempfehlen kann.