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Wer auf der Xbox One ein nettes Offroad-Rennen zwischendurch starten will, war bislang zumeist auf Simulationen angewiesen, bei denen Realismus ziemlich weit vor angesiedelt ist. Spaßige Arcade-Rennen im Stil von Sega Rally waren da eher eine Seltenheit. Die Lücke soll nun „Gravel“ schließen, das bei den Rennspezialisten von Milestone entstanden ist. Und wer bereits im Besitz der Xbox One X ist, darf auch gleich mit aufgepeppter Grafik rechnen. Wir haben uns das Spiel auf der normalen Xbox angesehen.


Ganz klar, hier steht Arcade-Racing im Vordergrund, eine beinharte Simulation des Rally-Sports wird man hier nicht finden. Schon kurz nach dem Start kann es mit Pad oder einem passenden Lenkrad losgehen. Und schon das erste Rennen zeigt, dass die Steuerung recht einfach zu beherrschen, aber die Rennen trotzdem nicht einfach zu gewinnen sind, denn die Konkurrenz ist durchaus in der Lage, den Spieler auf die Plätze zu verweisen und auch mal recht ruppig um den Sieg kämpft.


Zu Beginn des Karrieremodus erstellt man sich einen Fahrer und absolviert dann Rennen in vier Disziplinen, den Kontrollpunktrennen, Rundkurse, Stadionrennen und dem Rally-Cross. Dabei werden Strecken unterschiedlicher Beschaffenheit, die über die ganze Welt verteilt sind, befahren. Natürlich geht es etwa in einem Stadionrennen deutlich enger zur Sache, als bei den Kontrollpunktrennen. Dafür gibt es hier auch spektakuläre Sprünge zu sehen.


Für Abwechslung sorgen Rennen auf Untergründen wie Schotter, Asphalt oder verschneiten Straßen, auch die Wetterverhältnisse kommen wechselhaft daher. Und auch die Boliden sorgen dafür, dass das Spiel nicht so schnell langweilig wird. Und viele namhafte Marken sind vertreten. Steigt der Fahrer im Level auf, werden weitere Rennwagen und neue Lackierungen freigeschaltet. Ein Manko allerdings ist, dass auch hier nicht auf Mikrotransaktionen verzichtet wurde und einige Fahrzeuge nur gegen echtes Geld zu haben sind.


Auch ein Online-Modus hat es ins Spiel geschafft, allerdings sind dort nicht immer wirklich viele Mitspieler zu finden. Auch einen lokalen Mehrspielermodus wurde unverständlicherweise verzichtet.


Die Grafik und der Sound von Gravel sind in Ordnung, allerdings holen sie bei weitem nicht das Mögliche aus der Technik heraus. Die Steuerung ist gut gelungen und schnell verinnerlicht. Die Rennen im Karrieremodus machen Spaß, ein wenig mehr Umfang hätte dem Spiel aber auch hier nicht geschadet, zumal auch heimische Rennen gegen einen Freund nicht möglich sind. Und auch das leidige Thema mit den Mikrotransaktionen stößt sauer auf. Gravel macht Spaß, keine Frage, aber man hat immer das Gefühl, dass für einen Vollpreistitel mehr drin sein müsste.

 

Erik Schulz