Als vor zehn Jahren das Spiel „Gears of War“ für die Xbox 360 veröffentlicht wurde, schauten die Spieler in Deutschland in die Röhre. Die USK verweigerte eine Freigabe des Spiels und Microsoft verzichtete aus diesem Grund auf eine Veröffentlichung bei uns. Im November 2006 wurde das Spiel trotzdem von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert. Nach zehn Jahren ließ Microsoft das Spiel erneut prüfen und die Indizierung wurde aufgehoben. Die USK gab das Spiel nun mit einer Freigabe ab 18 Jahren frei und somit stand einer Veröffentlichung der Ultimate Edition von „Gears of War“, die im Ausland bereits seit letztem Jahr zu haben war, im Weg. Wir haben uns das Spiel angesehen.

Nochmal kurz zur Handlung. Die spielt auf dem Planeten Sera, wo im Pendulumkrieg gekämpft wird. Doch die verfeindeten Parteien müssen sich zusammenschließen, denn mit den Locust tauchen weitaus bedrohlichere Feinde auf. Der Spieler übernimmt die Rolle von Marcus Fenix, der von seinen Kameraden aus dem Gefängnis befreit wird und fortan den Kampf gegen eine Übermacht aufnimmt. Aufgeteilt ist die Geschichte in fünf Kapitel, die weitestgehend dem Original-Spiel entsprechen. Mit einer Ausnahme. Der letzte Akt enthält fünf neue Teile, die zusammen rund eine Stunde zusätzliche Spielzeit ergeben.

Von Deckung zu Deckung rennen und schießen, was die Waffen hergeben, damit ist der Spieler zumeist beschäftigt, während Marcus hin und wieder seine coolen Sprüche raushaut. Also ganz so wie beim alten Original. Einen Unterschied wie Tag und Nacht gibt es allerdings bei der Optik der Ultimate Edition. Volle HD mit 1080p und und stabil-hohe FPS machen das Game zu einem echten Shooter-Highlight. Auch die komplette Grafik wurde der aktuellen Hardware angepasst, sieht nicht nur um Welten besser aus, sondern ist wesentlich detailreicher. Auch an den Animtionen, den Licht- und Schatteneffekten wurde gearbeitet.

Auch der Mehrspielermodus hat eine Generalüberholung hinter sich. Dabei sind alle alten Inhalte dabei, zusätzlich sämtliche DLCs, auch die, die bislang nur für den PC verfügbar waren.

Wow, „Gears of War“ hat die Verjüngungskur in allen Belangen gut getan. Und so kommt auch ein zehn Jahre altes Spiel wie ein neuer Titel daher. Neben der wunderschönen Grafik, dem stets flüssigen Spielverlauf und der guten Steuerung überzeugt die Ultimate Edition von „Gears of War“ wie schon das alte Spiel vor zehn Jahre. Und bis zum Erscheinen von „Gears of War 4“ zum Ende des kommenden Monats hat man eine tolle Beschäftigung.