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Im Jahr 2006 kam das Spiel „Gears of War“ von Epic Games für die Xbox 360 auf den Markt. Das Spiel um Marcus Fenix Kampf gegen die Locust begeisterte die Spieler und verkaufte sich fünf Millionen Mal. In Deutschland hatte man mal wieder das Nachsehen, denn die USK verweigerte dem Spiel eine Freigabe für Erwachsene und so wurde von einem Release bei uns abgesehen. Zu dem wurde die Import-Version des Spiels indiziert. Nach zehn Jahren wurde das Spiel von der Liste gestrichen und nach erneuter Prüfung und erfolgter Freigabe als Ultimate Edition für die Xbox One veröffentlicht. Die erste Fortsetzung „Gears of War 2“ erschien 2008, auch hier wurde auf einen Release bei uns verzichtet, eine Indizierung der internationalen Fassung folgte prompt. „Gears of War 3“ erschien schließlich 2011 und war der erste Teil der Serie, der offiziell in Deutschland veröffentlicht wurde. Seit einigen Tagen ist nun der vierte Teil der Reihe für die Xbox One erhältlich, dank USK-Freigabe auch bei uns. Wir haben uns das Spiel angesehen.

Der vierte Teil spielt 25 Jahre nach den Ereignissen in „Gears of War 3“. Die Locust wurden besiegt, aber der Krieg hat Unmengen an Ressourcen gekostet und seitdem bedrohen Unwetter den Planeten Sera. Um die Bewohner zu schützen, wird die Coalition of Ordered Governments reaktiviert und Städte mit gigantischen Schutzschilden versehen. Das schützt allerdings nicht nur die Bewohner, sondern sperrt sie auch erneut ein. Und so regt sich schon bald Widerstand und die Konkons stellen sich gegen die Koalition. Die Führung übernimmt James Dominic Fenix, der Sohn des Helden aus den Vorgängern. Und neben dem Widerstand wartet mit dem Schwarm ein neuer Feind, der deutlich mächtiger als die Locust zu sein scheint.

Soviel zur Geschichte. Startet der Spieler „Gears of War 4“ zum ersten Mal, geht es gleich in den Kampf, denn in einer Art Rückschau erlebt man die wichtigsten Elemente der Serie erneut, oder auch zum ersten Mal und wird so actionreich mit der Geschichte vertraut gemacht. Dann geht es in der Gegenwart weiter, dort warten neben dem Schwarm die DeeBees, mechanische Wächter der Koalition. Und um den unzähligen neuen Gegnern auf den Pelz zu rücken, gibt es auch einige neue Waffen, etwa die Buzzkill, die rotierende Sägeblätter abfeuert und sich ideal für fliegende Gegner eignet.

Neben einigen kleineren Neuerungen spielt sich GoW 4 wie die Vorgänger, und wer schon einen der anderen Teile in der Konsole hatte, findet sich sofort zurecht. Die Level spielen sich wie eh und je, man durchläuft ein Gelände, ballert alles nieder, was sich Fenix und seinen Kumpeln in den Weg stellt, hechtet von Deckung zu Deckung und belebt in und wieder einen Kameraden wieder. Zwischen den Leveln wird die Geschichte weitererzählt und bei den Dialogen werden Sprüche rausgehauen wie in den besten Action-Klassikern der 80er Jahre. Herrlich.

Neben der Kampagne steht natürlich auch der Multiplayer-Part im Fokus vieler Spieler und hier wurde ordentlich etwas getan. Dank Play anywhere kann man das digital gekaufte Spiel auch auf Windows 10 PCs spielen, zudem ist Crossplay zwischen Computer und Konsole kein Problem. Aber wer lieber gemeinsam auf der Couch sitzt, kann auch per Splitscreen in den Kampf ziehen. Bei den Modi gibt es eine Auswahl aus Klassikern wie King of the Hill oder Deathmatch und neuen wie Dodgeball, der richtig viel Spaß bringt. Stirbt man im Gefecht, bleibt man so lange draußen, bis das eigene Team einen Kill schafft und man dadurch wieder ins Spiel geholt wird. Zehn Maps sind zum Start des Spiels verfügbar, Nachschub wird es sicher über DLCs geben.

Das Fazit ist eigentlich einfach, „Gears of War 4“ ist das Beste, was es zur Zeit auf der Xbox One gibt, die Grafik schaut fantastisch aus, da wurde aus der Unreal 4 Engine alles rausgeholt, der Sound ist Wahnsinn, die Dialoge bestens vertont, die Geräusche kommen brachial aus den Boxen und der Soundtrack ist episch. Die Steuerung ist gewohnt perfekt. Die Kampagne ist spannende wie ein hochklassiger SF-Streifen, und die Multiplayer-Modi sind herausragend. In allen Varianten läuft das Spiel flüssig und für Besitzer einer Xbox One S gibt es zusätzlich 4K Gaming (skaliert) und HDR Unterstützung. Pflichtkauf.