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Rennspiele gibt es schon beinahe so lange, wie es Videospiele überhaupt gibt. Doch seit den zeiten eines „Night Driver“ hat sich da so einiges getan. Und Microsoft hat einiges dazu beigetragen. Obwohl sie mit „Project Gotham Racing“ schon eine eigene Rennspielserie im Programm hatten, kam 2005 „Forza Motorsport“ für die Xbox dazu. Hier wurde mehr Wert auf realistisches Fahrverhalten gelegt, zudem fanden die Rennen eher auf Landstraßen oder Rennstrecken statt, als in der Stadt wie bei PGR Eine weitere Neuheit war, dass man die eigenen Fahrzeuge auch optisch verändern konnte, etwa mit Decals. Das Spiel war ein großer Erfolg, ebenso wie der Nachfolger, der bereits für die Xbox 360 veröffentlicht wurde. Mittlerweile steht der siebte Teil der Serie in den Läden und dank Play Anywhere kann man nicht nur auf der Xbox One Gas geben, sondern auch auf Windows 10 PCs. Wir haben einige Proberunden gedreht.


Zu Beginn des Spiels wird gewählt, ob man mit einem weiblichen oder männlichen Fahrer starten möchte, dann kann die Karriere auch schon losgehen. Immer wieder bekommt man von einer netten Stimme Tipps, kleine Videos zeigen die Unterschiede bei den verschiedenen Rennklassen. Wer schon einen der Vorgänger gespielt hat, findet sich auch hier auf Anhieb zurecht. Die Menüs sind übersichtlich und nahezu jeder kann sich die Schwierigkeit des Spiels so einstellen, dass er Spaß damit hat. Während Einsteiger auf zahlreiche Fahrhilfen zurückgreifen können, verzichten Profis darauf und bekommen beinahe eine echte Simulation.


Wie gehabt gilt es, in den Rennen möglichst weit vorn zu landen, um entsprechend viele Punkte einheimsen zu können. So steigt man im Laufe der Zeit in die nächst höhere Klasse auf und dort geht es dann mit entsprechend stärkeren Boliden weiter. Mal fährt man hier mit sportlichen Kleinwagen, mit echten Sportfahrzeugen oder auch mit schweren Trucks.


Für die nötige Abwechslung sorgen hier unglaubliche 700 Fahrzeuge. Dazu kommen 30 Rennorte, die Strecken in verschiedenen Varianten bieten, sowie dynamischer Wetterwechsel. Und die Autos sehen durch die Bank fantastisch aus und sind von ihren realen Vorbildern kaum noch zu unterscheiden. Die Steuerung der Fahrzeuge geht gut von der Hand und verläuft präzise wie eh und je. Aber auch die Strecken sind sehenswert und äußerst detailreich gestaltet.


Die Rennen mit bis zu 24 Fahrzeugen sind spektakulär, vor allem, wenn das Wetter plötzlich umschlägt und man bei starkem Regen kaum noch etwas sieht. Das alles mit 60 FPS ist ein Traum auf dem Bildschirm. Wie das erst auf der Xbox One X, die im kommenden Monat erscheint, aussehen mag? Das Spiel hat ja gleich die entsprechenden Updates für die neue Konsole an Bord.
Natürlich hat es auch der umfangreiche Editor wieder ins Spiel geschafft. Hier kann man Stunden damit verbringen, die eigenen Fahrzeuge in Kunstwerke zu verwandeln und das Design mit anderen Spielern zu teilen. Man kann natürlich auch auf die Designs anderer Spieler zurückgreifen und für die eigenen Boliden nutzen. Die Möglichkeiten sind nahezu endlos. Zudem lassen sich eigene Kreationen aus den Vorgängerspielen übernehmen.


Neben der Karriere gibt es natürlich weitere Spielmodi. Man kann eigene Einzelspielerrennen gestalten, mit geteiltem Bildschirm daheim gegen einen Freund antreten oder in verschiedenen Online-Modi ins Rennen gehen.


„Forza Motorsport 7“ ist das mit Abstand beste Rennspiel auf der Xbox One, das kann man ohne jeden Zweifel sagen. Der Umfang ist riesig, Grafik und Sound sind atemberaubend und die Steuerung gewohnt klasse. Und ganz gleich, wieviel auf dem Bildschirm gerade los ist, das Spiel läuft jederzeit absolut flüssig. Da nimmt man die hin und wieder etwas langen Ladezeiten gern in Kauf. Tolles Spiel, das ich nur weiterempfehlen kann.