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Die Mischung aus Rollenspiel und Taktik „Fire Emblem“ von Intelligent Systems ist mittlerweile 26 Jahre alt. Und trotzdem fällt dem Team immer wieder etwas neues ein. So etwa bei dem aktuellen Titel, der kürzlich für Nintendos 3DS erschienen ist. In „Fire Emblem Fate“ kann der Spieler durch den Kauf von zwei Versionen komplett andere Wege im Spiel gehen, eine dritte Variante ist zudem als Download erhältlich. Zum Test hat uns Nintendo die Limited Edition des Spiels zur Verfügung gestellt, die alle drei Versionen des Spiels auf einem Modul vereint und zusätzlich ein Steelbook, ein Poster und ein schickes Artbook enthält.

Der Spieler übernimmt die Rolle von Corrin, der als weiblicher oder männlicher Charakter gespielt werden kann. Und dessen Herkunft macht es für ihn nicht einfach. Corrin wurde bei den friedliebenden Hoshido geboren, woran er sich aber kaum noch erinnern kann. Schon als junges Kind wurde er von den Nohren verschleppt und dort liebevoll großgezogen. Und so schlagen nun zwei Herzen in seiner Brust, was die Lage nicht einfacher macht, als ein Konflikt zwischen den beiden Parteien ausbricht.

Die Spieleversion „Vermächtnis“, die sich prima für Fire-Emblem-Einsteiger eignet, zeigt den Weg, den Corrin mit den Hoshido geht. Hier ist der Schwierigkeitsgrad deutlich niedriger, zudem gibt es wesentlich mehr Belohnungen als beim Weg mit den Nohren, der in der Variante „Herrschaft“ gespielt wird. Hier ist alles einen Tick schwieriger, so müssen manche Kämpfe in vorgegebener Rundenzahl gewonnen werden, was gar nicht so einfach ist. Beide Varianten bieten runde dreißig Stunden Spieldauer. Wer nicht in den Genuss der limitierten Auflage kommt kann sich für eines der beiden Spiele entscheiden, für die zweite Variante als Download muss dann nicht mehr ganz so tief in die Tasche gegriffen werden.

In der dritten Variation, die nur in der limitierten Auflage oder als Download erhältlich ist, „Offenbarung“, schließt sich Corrin keiner der beiden Parteien an, sondern geht seinen eigenen Weg, um herauszufinden, wie der Konflikt überhaupt entstanden ist.

Das Geschehen verfolgt der Spieler in einer für das Genre typischen Draufsicht, was das Verschieben der eigenen Truppen sehr übersichtlich macht. Bis zu 15 Helden hat der Spieler unter seinem Kommando, jeder mit seinen eigenen speziellen Fähigkeiten. Pro Runde darf jede Einheit einmal bewegt werden und zudem eine weitere Aktion ausführen, etwa angreifen oder einen Zauberspruch wirken. Nachdem alle Einheiten an der Reihe waren, ist der Zug beendet und der Gegner ist dran.

Das hört sich einfacher an, als es ist, denn in den Schlachten müssen eine Menge Dinge bedacht werden, von der Beschaffenheit des Terrains bis zur richtigen Position der eigenen Truppen. Zwei der Helden lassen sich zudem als Team verbinden und greifen fortan gemeinsam an, was die Werte ordentlich in die Höhe treibt. Ganz nach dem Prinzip von Schere-Stein-Papier laufen auch hier die Kämpfe ab, es müssen die passenden Angriffe auf die verschiedenen Gegner gestartet werden, um effektiv zu sein. Corrin selbst hat auch eine besondere Fähigkeit, er kann Drachenadern, das sind bestimmte Stellen auf der Karte manipulieren und so etwa Heilpunkte einrichten oder Brücken über unwegsames Gelände schlagen.

Wow, „Fire Emblem Fates“ hat mich vollkommen begeistert und zwar in allen drei Variationen. Das Spiel eignet sich sowohl für Neueinsteiger als auch FE-Veteranen hervorragend. Alle Schritte werden erklärt, die Story macht Spaß, Grafik und Sound sind klasse, was auch für die englische Synchronisation gilt, Bildschirmtexte sind natürlich deutsch. Ich kann euch nur die limitierte Auflage des Spiels ans Herz legen, die das volle Programm bietet, aber mittlerweile nur noch selten zum regulären Preis zu bekommen ist. „Fire Emblem Fates“ ist ein Spiel, dass sich unsere Höchstwertung redlich verdient hat.