Die Serie von strategischen Rollenspielen „Fire Emblem“ gibt es bereits seit dem Jahr 1990. Mittlerweile sind Spiele davon für das NES, SNES, Game Boy Advance, GameCube. Wii, DS, 3DS, Android und iOS erschienen. Doch wie das bei japanischen Rollenspielen leider oft der Fall ist, schaute man in Europa in die Röhre, da die Spiele hier nicht veröffentlicht wurde. Erst 2002 wurde das erste Spiel auch englisch übersetzt. Das zweite Spiel der Serie trug den Titel „Gaiden“ und wurde für das Nintendo Entertainment System veröffentlicht, dieses Spiel wurde nun gründlich bearbeitet und als Remake unter dem Titel „Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ für den 3DS von Nintendo veröffentlicht. Wir haben uns das Spiel angesehen.


Der Kontinent Valentia ist in zwei Königreiche geteilt, Resultat eines Streits der beiden Götter Duma und Mila. Milas Land Zofia bietet den Bewohnern alle Freiheiten, während Dumas Rigel Wert auf Einhaltung von Tugenden und das Militär legt. Beide Länder lebten friedlich nebeneinander, bis eines Tages Truppen von Rigel einen Angriff auf das nur schwach verteidigte Zofia starteten. Der König von Zofia fiel dabei seinem eigenen Kanzler zum Opfer. Zwei Kindheitsfreunde wollen die Besetzung ihres Landes aber nicht so einfach hinnehmen und so beschließen sie, etwas dagegen zu unternehmen, jeder auf seine eigene Weise.


Der junge Soldat Alm schließ sich dem sogenannten Bund der Freien an, die einen Aufstand des zofianischen Ritterhauses anführen. Celica dagegen ist Priesterin und verlässt ihr Kloster, um mit Diplomatie und nicht zuletzt durch Gebete zum Ziel zu kommen. Beide werden sich im Laufe der Geschichte einige Male über den Weg laufen.


Wer schon ein Spiel der Serie ausprobiert hat, weiß, dass es sich auch hier um ein rundenbasiertes Strategie-Rollenspiel handelt und so laufen auch die Kämpfe ab. Abwechselnd verschiebt man hier seine Truppen auf einem in Quadrate aufgeteiltes Szenario. Die Stärken der Armeen werden über Klassen, Waffen und Level bestimmt wobei es klare Richtlinien gibt. So schlagen Schwerter Äxte, Äxte dagegen Lanzen oder Magier selbst Soldaten mit schwerer Rüstung. Waffen können aber auch hochgelevelt werden und schalten so neue Fähigkeiten frei.


Auch eine neue Klasse hat den Weg ins Spiel gwefunden, der Kantor. Der nette Gesell kann zwar selbst nicht angreifen, dafür aber ohne Pause Schrecken, untote Einheiten, beschwören.


Das Spiel bietet zwei Schwierigkeitsgrade und wie es bei der Serie so üblich ist, Permadeath. Das bedeutet, dass gefallene Einheiten unwiederbringlich verloren sind, also sollte man seine Strategie gut überlegen. Es gibt aber auch einen Casual-Modus, der sich vor allem an Serien-Neulinge richtet, und diese Permadeath-Funktion nicht enthält. Doch auch so gibt es eine Möglichkeit, strategische Fehler wieder gutzumachen, denn mit dem Zahnrad der Göttin Mila kann man zur Not einen Zug rückgängig machen.


Aber es wird nicht nur auf großen Arealen gekämpft, es warten auch Orte, Tempel oder Dungeons darauf, entdeckt zu werden. Hier wechselt das Game in eine 3D-Ansicht und es gibt wertvolle Gegenstände zu finden und hin und wieder auch einige kurze Kämpfe auszutragen.


„Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ ist ein großartiger Teil der mittlerweile 16 Spiele umfassenden Serie. Eine spannende Geschichte, zwei tolle, völlig unterschiedliche, spielbare Charaktere, schicke Grafik, ein filmreifer Soundtrack und taktisch frodernde Kämpfe machen das Spiel zu einem Genre-Highlight. Dass es eigentlich vor vielen Jahren für eine 8bit-Konsole entwicjkelt wurde, fällt zu keiner Zeit auf. Ich werde sicher noch viele Stunden in Valentia verbringen und kann das Spiel nur weiterempfehlen.